Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 12:14 MEZ
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Die Private-Equity-Gesellschaft RHJ International wird einem Zeitungsbericht zufolge von einigen Aktionären unter Druck gesetzt, sich in kleinere Größen zu unterteilen und ihre Unternehmensteile einzeln auszugliedern. Verärgerte Aktionäre, die zusammen mehr als 3 Prozent an RHJ halten, hätten in einem Brief an das Management eine Sonderdividende eingefordert, berichtet die Financial Times.

Eine solche Zahlung aber würde den Plan von RHJ scheitern lassen, ein größeres Bankenkonglomerat rund um das Tochterunternehmen Kleinwort Benson aufzubauen. Stattdessen drängen die aufgebrachten Aktionäre, deren Protest von dem Hedgefonds Equilibria Capital Management auf den Bermudas koordiniert wird, darauf, Kleinwort Benson und damit den größten Vermögenswert auszugliedern.

"Der beste Weg für die Aktionäre ist eine Zerschlagung von RHJ, und sie beginnt mit der Zahlung einer Sonderdividende", sagte Daniel Tafur, Vorstand im Investitionsgeschäft bei Equilibria der Zeitung. Der Hedgefonds hält 1,5 Prozent der RHJ-Anteile.

Für den Plan von RHJ, der Deutschen Bank die Privatbank BHF abzukaufen, würden die Forderungen der Aktionäre damit das Ende bedeuten. Deutsche Bank und RHJ verhandeln bald ein Jahr über den Verkauf beziehungsweise Erwerb der BHF. Ein erster Versuch war an der Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin gescheitert. Sie sah vor allem die künftigen Refinanzierungsbedingungen der BHF-Bank außerhalb der Deutschen Bank als Problem an.

Die Aktionäre um Tafur argumentieren, dass RHJ in der Summe seiner Einzelteile mehr wert sei als seine Marktkapitalisierung in Höhe von 343 Millionen Euro. Sie dringen auf eine Sonderzahlung von 2,40 Euro je Aktie. Das würde aber rund 200 Millionen der 266 Millionen Euro an Cash-Reserven der Private-Equity-Gesellschaft aufzehren.

Experten der Bank ABN Amro unterstützten die Sicht der Aktionäre. "Wir sehen mehr Vorteile im Fall einer Zerschlagung", schrieben diese in einer Analyse. Allerdings sei es unsicher, ob die Anteilseigner die dafür notwendige Zahl der Stimmen bei der Hauptversammlung am 19. Juni bekommen werden.

Ein wesentlicher Unterstützer des RHJ-Managements sagte dagegen, die Forderungen der Aktionäre seien nicht im Interesse des Unternehmens. "Es gibt die Möglichkeit, in europäische Kapitalanlagen zu investieren, und RHJ ist dazu gut in der Lage." RHJ selbst wollte den Bericht nicht kommentieren.
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Verfasst am 30.05.2012 um 07:33, Autor: dj
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