Freitag, 24.05.2013 - aktualisiert um 07:59 MEZ
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EADS N.V.
Die Haarrisse in den Flügeln der Großraumflugzeuge des Typs A380 durchkreuzen möglicherweise die Auslieferungspläne des europäischen Flugzeugherstellers Airbus. "Es werden im laufenden Jahr eventuell weniger Maschinen an Kunden übergeben als geplant", erfuhr Dow Jones Newswires von einer dem Unternehmen nahestehenden Person.

Die Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS will bis zum Jahresende eigentlich 30 ihrer Großraumflugzeuge ausliefern. Im Vorjahr hatte sie 26 Maschinen an Kunden übergeben.

Zwar hat der europäische Flugzeugbauer eigenen Angaben zufolge die Ursache für die Entstehung der Haarrisse bereits gefunden und arbeitet auch schon intensiv an einer Lösung. Gefunden ist diese aber noch nicht.

Die Haarrisse haben ihre Ursache in einer Kombination aus Material und Einbauprozess. Airbus habe bereits den Einbauprozess verändert, sagte Sprecher Florian Seidel Dow Jones Newswires. Der Einsatz eines veränderten Materials werde derzeit aber noch geprüft. Von reduzierten Auslieferungszahlen ist ihm nichts bekannt. "Unser Plan ist nach wie vor, 30 A380 dieses Jahr an unsere Kunden auszuliefern", sagte er.

Erst wenn Airbus die perfekte Lösung gefunden hat, sollen die neuen Maschinen davon profitieren. Dies ist nach weiteren Angaben des Sprechers im vierten Quartal geplant. Alle bisher produzierten und ausgelieferten Maschinen müssen dann noch einmal zur Reparatur in die Werkstatt. Das soll bis Ende 2013 erfolgen. Airbus hatte bis zum Ende des Jahres 2011 insgesamt 67 A380 an Kunden übergeben.

Die Kosten für die Inspektion und die Reparatur übernimmt der Flugzeughersteller. Airbus hat nach Angaben des EADS-Vorstandsvorsitzenden Louis Gallois dafür rund 105 Millionen Euro zurückgestellt. Nicht mit dieser Summe abgedeckt sind Regressforderungen betroffener Airlines. Medienberichten zufolge hat Emirates bereits Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Entsprechende Schritte soll auch Singapore Airlines erwägen.

Abgesehen von dem finanziellen Verlust leidet aber vor allem das Bild des Großraumfliegers in der Öffentlichkeit. Airbus müsse die Reputation des Großraumfliegers wieder verbessern, sagte die informierte Person.

- Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires,

+49 (0) 40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com
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Verfasst am 19.03.2012 um 16:41, Autor: dj
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