RWE will keine Atomkraftwerke in Tschechien bauen
RWE AG St

Am Mittwoch hatte der mehrheitlich staatliche, tschechische Versorger CEZ AS angekündigt, für seine Expansionspläne im Atomkraftwerk Temelin sich nach einem strategischen Partner umzuschauen.
Das 10-Milliarden-US-Dollar-Projekt in Temelin beinhaltet den Bau zweier neuer Reaktoren und wird europaweit mit Argusaugen beobachtet. CEZ will eventuell sogar die Dividende kürzen, um Mittel für den Ausbau loszueisen.
RWE verdaut noch immer den schweren Schlag vom vergangenen Jahr, als die Regierung eine Energiewende einleitete und den Atomausstieg beschleunigte. Die Entscheidung resultierte im sofortigen und permanenten Herunterfahren der Hälfte von Deutschlands 17 Reaktoren. Das drückte nachhaltig auf die Gewinne von Atomkraftbetreibern wie RWE.
CEZ dürfte die heutige Absage verschmerzen können. Nach eigenen Angaben hätten mehrere potenzielle strategische Partner ihr Interesse an dem Projekt bekundet. Zudem würden Dutzende von Unternehmen, hauptsächlich aus Europa, den Kauf von Anteilen am Temelin-Projekt erwägen.
-Von Jan Hromadko, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29725 130, unternehmen.de@dowjones.com
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