Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 15:00 MEZ
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STADA Arzneimittel AG
Der Pharmakonzern Stada kommt mit seinem angekündigten Personalabbau schneller als erwartet voran. "Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass wir die für den Zeitraum 2010 bis 2013 geplante Reduzierung des Personalstands von rund 800 Vollzeitstellen bereits im laufenden Geschäftsjahr und damit ein Jahr früher als ursprünglich angekündigt erreichen können", sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff auf der Hauptversammlung in Frankfurt.

Voraussetzung sei, dass die geplanten Werksverkäufe in Russland zu einem Abschluss kommen. Dort will sich Stada von zwei unrentablen Produktionsstätten trennen und hofft, eine Schließung zu vermeiden.

Mit dem konzernweiten Programm "Stada - build the future" will der Hersteller von Nachahmermedikamenten und Markenprodukte seine Profitabilität deutlich stärken. Die noch ausstehenden Maßnahmen will Stada in der verbleibenden Zeit bis zum Abschluss des Programms im nächsten Jahr weiterhin zügig abarbeiten. In den ersten drei Monaten hatte das Kostensenkungsprogramm bei dem Ratiopharm-Rivalen zu einem deutlichen Gewinnrückgang geführt. Bereinigt um diese Effekte haben sich die Ergebnisse aber verbessert.

Dem anhaltenden Konzentrationsprozess in der Pharma- und Generikabranche will Stada mit eigenen Zukäufen begegnen. Der Konzentrationsprozess werde sich in Zukunft fortsetzen, sagte Retzlaff. Jüngstes Beispiel sei die vor gut einem Monat angekündigte Übernahme des Schweizer Generikaherstellers Actavis durch den US-Generikaanbieter Watson. "Angesichts dessen wollen und müssen auch wir unser organisches Wachstum durch Zukäufe ergänzen", sagte der Manager.

Dabei stehe die regionale Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit dem Fokus auf wachstumsstarke Schwellenländer im Vordergrund. Vorantreiben will Stada auch weiter die Internationalisierung des Kernsegments Markenprodukte. Diese werfen in der Regel bessere Margen ab und sind weniger regulatorischen Eingriffen des Staates ausgesetzt als Generika. "Angesichts der zunehmenden Sparzwänge, denen die einzelnen nationalen Gesundheitssysteme ausgesetzt sind, sehen wir weitere Wachstumsmöglichkeiten insbesondere im Segment der Markenprodukte", erklärte der Manager. Generika würde bei Stada auch in Zukunft das "Brot-und Butter-Geschäft" bleiben.

Große Chancen sieht Stada weiter im nach Deutschland zweitwichtigsten Markt Russland. Während der deutsche Markt von Preisdruck bei Nachahmermedikamenten geplagt wird legt der russische Markt mit durchschnittlich zweistelligen Wachstumsraten zu. In Russland will Stada das Geschäft mit gezielten Zukäufen ausbauen.

Die Prognosen für das laufende Jahr und die Langfristprognose für 2014 bestätigte Stada. Trotz ertragsbelastender einmaliger Sondereffekte infolge der Umsetzung des Sparprogramms rechnet Stada mit "einer sehr deutlichen Steigerung" beim ausgewiesenen Konzerngewinn im Vergleich zu 2011. 2014 soll der Konzernumsatz etwa 2,15 Milliarden Euro erreichen. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll 430 Millionen Euro betragen und der Konzerngewinn 215 Millionen Euro.

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires

+49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com
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Verfasst am 30.05.2012 um 09:30, Autor: dj
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