Symrise behauptet sich in schwierigem Umfeld
Symrise AG

Wegen der Konjunkturabkühlung und hohen Rohstoffkosten musste der MDAX-Konzern aus Holzminden 2011 allerdings im operativen Geschäft Federn lassen. Das operative Ergebnis (EBITDA) ging um 5 Prozent auf 315,9 Millionen Euro zurück. Nach Steuern verdiente der Konzern aber dank niedrigerer Finanzierungskosten mit 146,5 Millionen Euro 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Das war den positiven Effekten aus der 2010 erfolgten Refinanzierung geschuldet. Weil Symrise bewusst auf margenschwaches Geschäft verzichtete, legte der Umsatz nur leicht um 0,7 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro zu.
Vom Anstieg des Nettogewinns sollen auch die Aktionäre etwas haben. Für 2011 will der Konzern die Dividende auf 0,62 Euro je Anteilsschein anheben von 0,60 Euro im Vorjahr. Mit den Zahlen lag Symrise leicht über den Markterwartungen. Lediglich die Dividende enttäuschte etwas.
Gestärkt hat Symrise 2011 sein wichtiges Geschäft mit Großkunden. Hier wuchs der Umsatz mit währungsbereinigt 7 Prozent deutlich stärker als im Gesamtkonzern. Das Unternehmen erzielt mittlerweile 31 Prozent seines Umsatzes mit dieser Kundengruppe. Großkunden arbeiten in der Regel mit drei bis vier Hauptlieferanten zusammen.
Die Holzmindener sind nach den Schweizer Konzernen Givaudan und Firmenich sowie dem US-Unternehmen International Flavors & Fragrances (IFF) der weltweit viertgrößte Hersteller von Düften und Aromen für Lebensmittel, Parfüms, Schampoos und Kosmetika. Kunden sind unter anderem der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble, Unilever Nestle, Henkel, L'Oreal und Beiersdorf aber auch Luxusparfümhersteller wie Christian Dior.
Weiter ausbauen konnte Symrise 2011 auch das Geschäft in den stark wachsenden Schwellenländern. Sie steuerten im Vorjahr 46 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Mit den Zahlen liegt Symrise im Branchentrend. Auch der Gewinn des Rivalen Givaudan hatte 2011 unter den gestiegenen Rohstoffkosten zu leiden. Sie konnten vom Unternehmen nur teilweise kompensiert werden. Der Nettogewinn fiel deshalb um 29 Prozent. Die Erlöse waren um 7,6 Prozent geschrumpft.
-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires
+49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com
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