Dienstag, 21.05.2013 - aktualisiert um 23:36 MEZ
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Symrise AG
Der Duft- und Aromenhersteller Symrise stellt sich nach einem schwachen dritten Quartal auch auf ein schwieriges Restjahr ein. "Wir gehen nicht davon aus, dass die Volatilität in unseren Märkte bis zum Jahresende nachlässt", sagte Vorstandsvorsitzender Heinz-Jürgen Bertram am Mittwoch. Für das Unternehmen stehe daher die Sicherung der hohen Profitabilität an erster Stelle. Er bekräftigte das Ziel, im Gesamtjahr die EBITDA-Marge auf dem Niveau der ersten 9 Monate von 20% zu halten.

Die Abkühlung der Weltwirtschaft, hohe Rohstoffkosten und ungünstige Währungseinflüsse haben das Geschäft von Symrise im dritten Quartal belastet. Weil die Kunden in einigen Regionen weniger bestellten, liefen die Geschäfte nicht so gut wie im Vorjahr. Hauptsächlich in konsumnahen Bereichen wie der Feinparfümerie ging die Nachfrage zurück.

Der Umsatz sank auf 395 Mio EUR nach 410 Mio EUR im Vorjahreszeitraum, in den ersten 9 Monaten lag er mit 1,2 Mrd EUR aber noch auf Vorjahreshöhe, schreibt der MDAX-Konzern. Damit schnitt Symrise besser ab als der schweizerische Konkurrent Givaudan. Der weltgrößte Duft- und Geschmacksstoffhersteller hatte im Oktober einen deutlichen Umsatzrückgang für die ersten 9 Monaten bekanntgegeben.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel wegen anhaltend hoher Rohstoffkosten und negativer Wechselkurseffekte im dritten Quartal um 11% auf 80 Mio EUR, in den ersten neun Monaten um 9%. Das Konzernergebnis rutschte um 10 Mio EUR auf 117 Mio EUR ab, die EBITDA-Marge auf 20,1% von 22,2% im Vorjahr. Mit den Zahlen erfüllte der Konzern die Markterwartungen.

Um dem Margenverfall entgegenzutreten, hat Symrise im dritten Quartal strikt auf die Kosten geachtet und sich zudem selektiv wie zum Beispiel in der Duftsparte von margenschwachen Geschäften getrennt, wie der Konzern erklärte. Erfolgreich ausgebaut hat Symrise sowohl im Duft- als auch im Aromenbereich das Geschäft mit Großkunden.

Das Unternehmen sei für verschiedene Konjunkturszenarien im kommenden Jahr robust aufgestellt, sagte Bertram. Sollte sich die Konjunktur weiter eintrüben, sei Symrise in einer guten Position, seine Ertragskraft zu behaupten.

Im Gesamtjahr strebt Symrise währungsbereinigt einen Umsatzanstieg um etwa 2 bis 3% an. Die operative Marge soll weiter bei 20% landen.

Marktteilnehmer sprachen von durchwachsenen Zahlen. Umsatzseitig habe das Unternehmen ein wenig enttäuscht, während es bei den Ergebnisse gelungen sei, die Prognosen leicht zu übertreffen. Die Zahlen fügten sich in das enttäuschende Bild, dass der Wettbewerber International Flavor mit seinem Quartalsbericht vermittelt habe. Die Aktie von Symrise dürfte zur Schwäche neigen, sich über den Tag hinaus aber in der Handelsspanne von 16,50 bis 19 EUR bewegen, erklärte der Marktteilnehmer.

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires

+49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com
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Verfasst am 09.11.2011 um 08:20, Autor: dj
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