Samstag, 18.05.2013 - aktualisiert um 14:32 MEZ
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TUI AG
Die Schuldenkrise in Europa hält die Deutschen nicht vom Reisen ab. Nach höheren Buchungen im Sommer rechnet die TUI AG dank guter Einkommenserwartungen der Bundesbürger und Preisen auf Vorjahresniveau im kommenden Winter mit einer stabilen Entwicklung des deutschen Geschäftes. Nur Fernreisen verteuern sich währungsbedingt um rund zwei Prozent.

In den reiseschwächeren Monaten will TUI nun vor allem Dauerurlauber locken. Buchen sie für mindestens 12 Wochen eine Pauschalreise, können sie ihren Aufenthalt in einigen Zielgebieten maximal bis zum Saisonende im März verlängern. Außerdem setzt Europas größter Reiseveranstalter auf das wachsende Geschäft mit Gesundheitsreisen und bietet erstmals Burnout-Seminare an.

Im laufenden Sommergeschäft belastet die Griechenlandkrise das Geschäft von TUI Deutschland. Die Nachfrage sei zwar seit März gestiegen, die Buchungen lägen aber immer noch zweistellig unter Vorjahr. Die Preise für Urlaubsreisen und auch die Kosten vor Ort seien so attraktiv wie lange nicht mehr, wirbt Geschäftsführer Volker Böttcher für Urlaube in das krisengeschüttelte Land.

Wesentlich besser sieht es bei der Nachfrage nach margenstarken Fernreisen aus. Hier baut der Reiseveranstalter seinen Marktanteil aus. Neben den USA und Thailand gehören Tunesien, Kroatien und Bulgarien zu den Lieblingszielen der Deutschen. Außerdem punktet TUI mit ihren exklusiven Hotels und Urlaubsangeboten. Böttcher zufolge entscheiden sich bereits jetzt 60 Prozent der Kunden für ein Hotel, das exklusiv bei TUI buchbar ist. In der Sommersaison 2014/15 sollen es acht von zehn Gästen sein.

Tunesien und Marokko glänzen mit einem Buchungsplus von rund 60 Prozent. Sie litten im Vorjahr noch unter den politischen Problemen in Arabien. Nach oben zeigt auch die Nachfrage nach Ägypten, allerdings immer noch etwas gebremst durch die politische Situation.

Um weitere Kunden zu locken, will das Management in Hamburg, Düsseldorf, München und Frankfurt Vorzeigereisebüros errichten. Außerdem wird das Internetangebot ausgebaut.

Kontakt zur Autorin: kirsten.bienk@dowjones.com
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Verfasst am 15.06.2012 um 08:30, Autor: dj
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