Dienstag, 21.05.2013 - aktualisiert um 23:36 MEZ
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Volkswagen AG Vz
Im Zuge seiner China-Offensive wird Europas größter Autobauer Volkswagen ein weiteres Werk in der Volksrepublik bauen. In Urumqi in der Region Xinjiang im Westen des Landes soll ein Standort mit einer jährlichen Kapazität von 50.000 Autos entstehen, wie das Unternehmen im Beisein von Chinas Regierungschef Wen Jiabao und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Wolfsburg mitteilte.

Für die neue Fabrik, die im Vergleich zu anderen Werken der Niedersachsen kleiner sein wird, sollen rund 170 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Volkswagen will bis 2016 insgesamt 14 Milliarden Euro in neue Werke und Produkte in China investieren. In gut zweieinhalb Jahren soll die Produktionskapazität in dem Land bei 3 Millionen Wagen liegen. Im vergangenen Jahr sind es rund 2,2 Millionen gewesen.

Nachdem der Norden und der Osten bereits von VW bewirtschaftet sind, machte sich das Unternehemn zuletzt daran, den Süden des riesigen Landes zu erschließen. Nun soll der Westen folgen, der für VW quasi noch ein weißer Fleck auf der Landkarte ist. "Wir erwarten künftig in Chinas ländlichen Regionen ein starkes Wachstum. Eine besondere Rolle spielt dabei der Westen des Landes", sagte Karl-Thomas Neumann, Chef der Landesgesellschaft von Volkswagen.

VW ist schon schon seit Mitte der 1980er Jahre in China aktiv und betreibt im Reich der Mitte Gemeinschaftsunternehmen den heimischen Autobauern SAIC und FAW. Die Partnerschaft mit FAW wurde bei dem Besuch Wen Jiabaos um weitere 25 Jahre verlängert. Konzernweit fertigt VW in der Volksrepublik bislang an elf Standorten mit rund 50.000 Menschen Fahrzeuge, Getriebe, Fahrwerke und Motoren.

China ist mittlerweile der wichtigste Markt für die ganze Industrie, besonders aber auch für VW. Der DAX-Konzern verkaufte 2011 allein im Reich der Mitte knapp 2,3 Millionen Autos, womit der Marktanteil bei fast 18 Prozent liegt und VW Marktführer ist. Weltweit stieg der Absatz 2011 auf mehr als 8 Millionen Fahrzeuge.

Im ersten Quartal 2012 ging es für VW in China um gut ein weiteres Sechstel auf knapp 634.000 Verkäufe nach oben. Weltweit lag das Plus bei rund einem Zehntel. Europas größter Autobauer traut dem chinesischen Markt in diesem Jahr trotz des holprigen Jahresstarts ein Plus von bis zu 10 Prozent zu, will als Primus selbst aber stärker wachsen.

-Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires;

+49 (0)69 297 25 114, nico.schmidt@dowjones.com
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Verfasst am 23.04.2012 um 11:57, Autor: dj
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