Samstag, 18.05.2013 - aktualisiert um 14:32 MEZ
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Die in Wien börsenotierte Semperit AG Holding, Hersteller von Kunststoff- und Kautschukprodukten, hat in den ersten drei Monaten 2012 ihren Umsatz um 4,2 Prozent auf 201,8 Mio. Euro erhöht und das erste Quartal mit einem Überschuss von 11,6 Mio. Euro (+3,3 Prozent) abgeschlossen. Das Betriebsergebnis ging jedoch um 8,3 Prozent auf 16,5 Mio. Euro zurück.

Moderator: Liebe Börsianer! Direkt vom Conference Call kommend dürfen wir Semperit AG Holding CEO Thomas Fahnemann recht herzlich in unserem Live-Chat begrüßen. Herzlich Willkommen!
 
Thomas_Fahnemann: Schönen Nachmittag von meiner Seite!
 
Gast28: Das Ergebnis besser als von den Analysten erwartet aber die Aktie reagiert kaum. Ihr Statement zum 1. Quartal?
 
Thomas_Fahnemann: Trotz schwierigem Marktumfeldes freuen wir uns über den Umsatz-und Ergebniszuwachs vor allem im Industriebereich. Aktienentwicklungen sind sicherlich längerfristig zu betrachten.
 
Gast50: Semperit musste die Preise, wie der Aussendung zu entnehmen, wegen der höheren Rohstoffkosten anheben. Wie sehen Sie die Preisentwicklung für 2012?
 
Thomas_Fahnemann: Entsprechend der Rohstoffschwankungen müssen wir unsere entsprechenden Marktaktivitäten ausrichten, Hauptziel ist es in allen Bereichen Mengenwachstum zu realisieren.
 
Gast9: Welcher der Sektoren ist der Fels in der Brandung, sollte die Weltwirtschaft eine weitere Delle erhalten?
 
Thomas_Fahnemann: Sempermed ist deutlich weniger zyklisch und anfällig für Konjunkturschwankungen, mit Sempertrans und Semperflex setzen wir auf die Megatrends der Zukunft- Energie, Infrastruktur und Rohstoffe. Insgesamt sind wir sehr langfristig ausgerichtet und können durch unsere finanzielle Stärke auch kurzfristige Dellen in der Gesamtwirtschaft gut überstehen.
 
Gast1: Um Liquide Mittel ist es gut bestellt. Was haben Sie damit vor?
 
Thomas_Fahnemann: Wie schon mehrmals erwähnt möchten wir deutlich wachsen, gleichzeitig aber unsere finanzielle Stärke beibehalten. Dafür benötigen wir die entsprechenden liquiden Mittel.
 
Handschuh: Europa ist mit Abstand der stärkste Absatzmarkt. Wird sich das in der Zukunft ändern?
 
Thomas_Fahnemann: Europa ist nachwievor unser wichtigster Absatzmarkt aber wir setzen auf deutliches Wachstum in Asien und den Americas.
 
Gast8: In Tschechien, Thailand und China wurde schon investiert. Wo stehen weitere Investitionen an oder sind Investitionen notwendig?
 
Thomas_Fahnemann: Wir werden weiterhin konsequent unsere bestehenden Standorte ausbauen. Darüber hinaus werden wir wenn sinnvoll auch Akquisitionen in unseren strategischen Geschäftsfeldern realisieren.
 
Wachauer: Wie soll Semperit langfristig aufgestellt sein?
 
Thomas_Fahnemann: Wir möchten in unseren strategischen Geschäftsfeldern eine global führende Position einnehmen. Regional streben wir eine Aufteilung ein Drittel Asien, ein Drittel Europa und ein Drittel Americas an.
 
Handschuh: Die Dividende fällt dieses Jahr mager aus. Warum das? Bitte um höhere Ausschüttung im kommenden Jahr. Danke.
 
Thomas_Fahnemann: Wir haben unsere Dividendenpolitik entsprechend unseren Wachstumsplänen angepasst: Ca. 30% des Nettogewinns werden ausgeschüttet. Dies ist notwendig um unsere ambitionierten Ziele mittel- und langfristig zu finanzieren, was dann auch unseren Aktionären zugute kommt.
 
Gast38: Was sagt die Glaskugel? Wo steht die Aktie 2020?
 
Thomas_Fahnemann: Entsprechend unserer Planung gehen wir von einer deutlich höheren Attraktivität des Shareholder Values aus.
 
Handschuh: Der Aktienkurs lebt von Phantasie. Welchen Ausblick können Sie uns Anlegern geben?
 
Thomas_Fahnemann: Fortgesetztes Mengenwachstum durch Marktanteilsgewinne sollten die Phantasie beleben.
 
Gast28: Guten Tag Herr Fahnemann. Sie waren CEO bei der RHI und jetzt bei Semperit. Was waren die größten Umstellungen?
 
Thomas_Fahnemann: Semperit ist ein Traditionsunternehmen mit ambitionierten Wachstumsmöglichkeiten. Es macht Spass mit meinem motivierten Team diese Ziele umzusetzen.
 
Gast49: Wie ist sektorenübergreifend aktuell die Produktionsauslastung?
 
Thomas_Fahnemann: Medizin: Sempermed im Moment nahezu Vollauslastung, im Industriebereich abhängig von Produktgruppe zwischen 80- 100%
 
Moderator: Wir kommen zur letzten Frage.
 
Wachauer: Was mich schon immer interessiert hat ist, ob es zwischen den Beteiligungen der B & C Gruppe (Lenzing, Semperit, Porr) einen verstärken Austausch gibt?
 
Thomas_Fahnemann: Es gibt generell in der österreichischen Industrie einen Austausch, was auch eine Stärke von Österreich ist. Alle von Ihnen genannten Unternehmen sind selbstständig und verfolgen ihre eigenen Ziele und Strategien.
 
Moderator: Herzlichen Dank Herr Fahnemann für Ihren Besuch und die spannenden 30 Minuten Live-Chat.
 
Thomas_Fahnemann: Vielen Dank auch von meiner Seite für Ihr Interesse! Noch einen schönen Nachmittag!
 
Moderator: Liebe Börsianer. Dies war der letzt Chat vor der Sommerpause. Sobald die neuen Termine ausgemacht wurden, geben wir euch Bescheid.
 
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Verfasst am 15.05.2012 um 16:00, Autor: Chat
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