Mittwoch, 19.06.2013 - aktualisiert um 17:42 MEZ
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AGRANA Beteiligungs-AG
Der in Wien börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana baut am Standort Pischelsdorf eine neue Weizenstärkefabrik. Sie soll im dritten Quartal 2013 in Betrieb gehen, die Investitionen werden mit 56 Mio. Euro veranschlagt, schreibt die "Raiffeisenzeitung" in ihrer morgigen Ausgabe. 40 neue Jobs sollen entstehen. Agrana-Chef Johann Marihart hofft auf Synergien mit der Bioethanolerzeugung am gleichen Standort.

Mit der neuen Stärkefabrik gehe man einen ersten Schritt in Richtung Nebenprodukte-Verwertung, so Marihart. In der neuen Anlage sollen jährlich rund 250.000 Tonnen Weizen zu 107.000 Tonnen Weizenstärke und 23.500 Tonnen Weizengluten verarbeitet werden. Die Weizenstärke soll vor allem in die Papierindustrie gehen, Weizengluten wird in der Backwarenindustrie sowie als Zusatz zu Hunde- und Katzenfutter gebraucht.
 
Derzeit laufen laut Marihart die dafür erforderlichen Genehmigungsverfahren, bis zur Entscheidung könne es noch einige Monate dauern. Die Agrana habe sich bereits eine Kaufoption für das Nachbargrundstück neben der Bioethanolanlage in Pischelsdorf gesichert. Die Agrana ist laut Marihart größter Bioethanolproduzent in Österreich und Ungarn. Die Agrana Bioethanol GmbH verarbeitet in Pischelsdorf seit 2008 bis zu 620.000 Tonnen Getreide (vor allem Weizen und Mais) aus regionalem Anbau und erzeugt daraus bis zu 240.000 Kubikmeter Bioethanol und bis zu 190.000 Tonnen des gentechnikfreien Eiweißfuttermittels "Actiprot" schreibt die "Raiffeisenzeitung". Die Hälfte der Produktion gehe in den Export, vornehmlich nach Deutschland und Rumänien.
 
Marihart sieht die Diskussionen über den mit 10 Prozent Bioethanol ergänzten Treibstoff E10 in Deutschland als "Anfangsschwierigkeiten". Ursache sei eine mangelhafte Information der Konsumenten. In Österreich gebe es keine Eile, da die flächendeckende Einführung von E10 erst für 2012 geplant sei. Die Agrana könne aus ihrem Werk in Pischelsdorf den gesamten österreichischen Bedarf decken.
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Verfasst am 09.03.2011 um 10:15, Autor: APA
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