Samstag, 25.05.2013 - aktualisiert um 13:53 MEZ
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Die Allianz Österreich ist 2011 stärker als der Markt gewachsen. Die abgegrenzten Bruttoprämien stiegen um 3,5 Prozent auf 1,33 Mrd. Euro, verglichen mit einem Minus von 1,7 Prozent am Gesamtmarkt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank vor allem wegen einer vorsichtigen Veranlagungsstrategie um 39,6 Prozent auf 80,5 Mio. Euro, der Jahresgewinn um 28,2 Prozent auf 76,0 Mio. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis konnte dagegen um 8,8 Prozent auf 60,1 Mio. Euro gesteigert werden, gab Allianz-Österreich-Chef Wolfram Littich heute, Dienstag, in einer Pressekonferenz bekannt.

2011 sei ein sehr gutes Jahr gewesen. Insgesamt habe die Allianz in Österreich im Vorjahr 20.000 neue Kunden und Marktanteile gewonnen und die Krise 2008/2009 hinter sich gelassen.

Das Investmentergebnis sank um 38,6 Prozent auf 136,6 Mio. Euro. Im Veranlagungsbereich habe man stark auf Sicherheit gesetzt. "Sicherheit kostet eben Geld", sagte Littich. Um rund 12 Mio. Euro abgewertet habe die Allianz ihr Engagement in den Euro-Problemstaaten, das PIIGS-Exposure liege bei 0,2 Prozent der gesamten Kapitalanlagen von 5,2 Mrd. Euro. In Griechenland sei man noch mit 0,1 Prozent der Kapitalanlagen engagiert, in Spanien mit 0,02 Prozent.

Dem Aufsichtsrat werde eine Aufstockung der Dividende von 43,4 auf 67,5 Mio. Euro vorgeschlagen. Dies resultiere aus einem Sondereffekt von 20 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Ausgliederung der IT und Softwareentwicklung in die AMOS Austria, an der die Allianz Österreich mit rund 50 Prozent beteiligt ist und in der die Software für den gesamten Konzern entwickelt wird. "Wir sind das Silicon-Valley der Allianz weltweit", so Littich.

Im operativen Geschäft half in Österreich das weitgehende Ausbleiben von Schäden aus Naturkatastrophen, die Belastungen sanken für die Allianz um brutto 5,2 Mio. auf 24,5 Mio. Euro. Die Combined Ratio (Schäden und Kosten im Verhältnis zu den Prämien) wurde auf 93,5 Prozent (2010: 96 Prozent) verbessert. Für das laufende Geschäftsjahr werden bei dieser Schaden/Kostenquote 95 Prozent angepeilt, ein solcher Wert sollte nachhaltig auch in normalen Naturkatastrophen-Jahren möglich sein.

Zum derzeitigen Zinsumfeld sagte Littich, die Allianz könne auf einer sehr flachen Zinskurve "locker" zehn Jahre durchhalten, dies sei aber volkswirtschaftlich unwahrscheinlich. Die Verzinsung in der Lebensversicherung liege bei der Allianz derzeit bei 3,5 Prozent.

Die Prämieneinnahmen stiegen in der Lebensversicherung um 5,6 Prozent auf 420,2 Mio. Euro. Am Gesamtmarkt gingen die Prämieneinnahmen dagegen um rund 7,5 Prozent zurück. Zuwächse konnte die Allianz dabei auch bei den Einmalerlägen mit Plus 35,2 Prozent erzielen, verglichen mit einem branchenweiten Minus von 32,2 Prozent. In der Betrieblichen Altersvorsorge stiegen die Prämieneinnahmen um ein Drittel auf 112 Mio. Euro. An Leistungen wurden in der Lebensversicherung stabil 324,7 Mio. Euro ausbezahlt. Die Allianz habe das beste Rating ("AA") in der Branche.

In der Schaden/Unfall-Versicherung stiegen die Prämieneinnahmen um 2,3 Prozent auf 861,5 Mio. Euro. Für heuer rechnet Littich mit einem Zuwachs von 2 bis 3 Prozent. Die Aufwendungen in dieser Sparte sanken 2011 um 3,0 Prozent auf 545,5 Mio. Euro.

Die Prämieneinnahmen in der Krankenversicherung legten im Vorjahr um 7,4 Prozent auf 49,6 Mio. Euro zu, die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 5,5 Prozent auf 28,8 Mio. Euro. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich auf 3.529 (3.410) Mitarbeiter. Nach wie vor gesucht werden Vertriebsmitarbeiter und auch die IT-Beschäftigten sollen aufgestockt werden.
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Verfasst am 20.03.2012 um 17:36, Autor: DB
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