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Donnerstag, 20.06.2013 - aktualisiert um 09:34 MEZ
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AMAG AUSTRIA METALL AG
Der börsenotierte Aluminiumkonzern AMAG AG hat im ersten Halbjahr wegen des Preisverfalls bei Aluminium, der gestiegenen Rohstoffkosten und höherer Abschreibungen einen Gewinnrückgang erlitten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 12 Prozent auf 72,2 Mo. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) gab um 20 Prozent auf 47,4 Mio. Euro nach, der Nettogewinn sank um 18 Prozent auf 39,4 Mio. Euro. Der Umsatz habe bei 429,9 Mio. (Vorjahr: 429,2 Mio.) Euro stabilgehalten werden können, hieß es heute, Freitag, in einer Pressekonferenz.

"Der Aluminum-Preis belastet uns natürlich", erklärte Vorstandsvorsitzender Gerhard Falch. Der höhere Preis für das Metall schmälerte den Gewinn um 7,6 Mio. Euro - er schrumpfte im Jahresabstand um rund ein Viertel. Gleichzeitig seien dieses Jahr auch die hohen Rohstoffkosten eine Bürde - sie drückten den Gewinn um 3,8 Mio. Euro. Dafür waren der höhere Mengenabsatz sowie die aus AMAG-Sicht günstige Währungsrelation zwischen dem US-Dollar und dem Euro eine Stütze. Den Währungseffekt bezifferte Finanzvorstand Gerald Mayer mit 2,5 Mio. Euro.

Gleichzeitig sei das Geschäftsjahr aber "von guter Auftragslage und Vollauslastung" geprägt. Mit dem 220 Mio. Euro schweren Werksausbau am Unternehmenssitz in Ranshofen (Oberösterreich), der heuer angelaufen ist, liege die AMAG "voll im Plan".

Insgesamt ist das Halbjahresergebnis laut Falch "sehr zufriedenstellend - und das in einem schwierigen Marktumfeld". Für das Gesamtjahr sehe das Management "eine weiterhin zufriedenstellende Ergebnisentwicklung".

"Unsere Kapazitäten sind auf drei Monate hinaus ausgelastet und wir haben nach wie vor gute Margen", so Falch. Die AMAG profitiert zum Teil von Produktinnovationen und beliefert in der Autoindustrie in erster Linie Premiumhersteller. Auch im Bereich Luftfahrt verzeichne der Konzern "Steigerungsraten im hohen zweistelligen Prozentbereich".

"Wir haben eine solide Eigenkapitalsituation und eine solide Liquidität", betonte Mayer. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sei um 20 Prozent auf 67 Mio. Euro stark gestiegen. Gleichzeitig wurde massiv in die Qualitäts- und Kapazitätserweiterung in Ranshofen investiert. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2011 von 13 auf 38,9 Mio. Euro. Der Verschuldungsgrad liegt nun bei 7,3 Prozent (Ende Dezember: 2,4 Prozent). Die Eigenkapitalquote sank von 62 auf 59 Prozent.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 war eine Dividende von in Summe 52,9 Mio. Euro ausgeschüttet worden. Größter Kernaktionär der AMAG ist seit Februar die B&C Alpha Holding GmbH, eine 100-Prozent-Tochter der B&C Industrieholding GmbH, mit einer Beteiligung von 29,99 Prozent. Dahinter folgen die RLB OÖ Alu Invest GmbH mit 16,5 Prozent, die AMAG Arbeitnehmer Privatstiftung (11,1 Prozent), die Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH (5 Prozent) und das AMAG-Management (0,4 Prozent). 37,1 Prozent der Aktien befinden sich in Streubesitz.

Der Aluminiumkonzern beschäftigt 1.461 (1.410) Mitarbeiter - inklusive Leihpersonal, aber ohne Lehrlinge.
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Verfasst am 03.08.2012 um 13:41, Autor: APA
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