BÖRSENFLASH - voestalpine nach Zahlen klar im Minus
Vorsorge für Schienenkartellverfahren und Werkschließung belasteten Nettogewinn

Im Anschluss an die heutige Vorlage von
Gesamtjahreszahlen sind die Aktien der voestalpine am Mittwoch mit
deutlichen Kursverlusten in den Handel an der Wiener Börse gestartet.
Bis 9.15 Uhr büßten die Papiere 1,39 Prozent auf 20,96 Euro ein. Auch
der Wiener Gesamtmarkt zeigte sich zur Wochenmitte mit tieferen
Notierungen. Der Leitindex ATX tendierte kurz nach Handelsstart um
0,84 Prozent leichter bei 1.913,70 Einheiten.
Wegen einer 205 Mio. Euro schweren Vorsorge für das noch laufende Schienenkartellverfahren und wegen der Schließung der Schienenfertigung in Deutschland erlitt der Stahlkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 trotz eines Umsatzrekords einen Gewinneinbruch. Während der Umsatz um etwa zehn Prozent auf 12,058 Mrd. Euro stieg, brach das Nettoergebnis (vor Minderheiten und Hybridkapitalzinsen) um 30,5 Prozent auf 413,3 Mio. Euro ein.Das operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich im Jahresabstand von 984,8 auf 704,2 Mio. Euro. Sowohl das bereinigte Ebit für das Gesamtjahr als auch das Umsatzwachstum im vierten Quartal konnte die Markterwartungen nach Meinung der Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) übertreffen. Die angekündigte Dividendenausschüttung von 0,80 Euro je Titel war indessen im Rahmen der Erwartungen, so die Experten weiter.
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