Mittwoch, 22.05.2013 - aktualisiert um 22:59 MEZ
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Die Constantia-Packaging-Tochter Duropack hat heute, Montag, ein Übernahmeangebot für das angeschlagene kroatische Papier- und Wellpappeunternehmen Belisce mit Sitz in der gleichnamigen Stadt sowie dessen Töchter Bilokalnik-IPA und Unijapapir gelegt. Für Belisce werden 500 Kuna (68,9 Euro) je Aktie geboten. Belisce hat in Kroatien, Slowenien, Serbien und Mazedonien insgesamt zehn Produktionsstätten. Die Angebotsfrist beginnt am kommenden Donnerstag (22. April) und dauert 28 Tage bis 19. Mai 2010, teilte die Constatia Packing heute ad hoc mit.

Duropack mit Sitz in Wien hält derzeit 311.033 Aktien an Belisce, was einen Anteil 26,71 Prozent am Grundkapital repräsentiert. Mit dem Übersteigen der 25-Prozent-Schwelle wurde die Pflicht zur Legung eines Übernahmeangebots ausgelöst. Insgesamt ist das Belisce-Grundkapital auf 1.164.312 Aktien verteilt. Eine Komplettübernahme der restlichen Aktien von Belisce würde demnach rund 426,64 Mio. Kuna kosten. Den Aktionären der beiden Tochterunternehmen Bilokalnik und Unijapapir werden 90 Kuna bzw. 1,690 Kuna je Aktie angeboten.

Darüber hinaus will Duropack eine Kapitalaufstockung um 20 Mio. Euro bei der kommenden Belisce-Hauptversammlung vorschlagen, um neben der Eigenkapitalstärkung auch den Schuldenstand zu verringern. Im Vorjahr musste die Constantia Packaging ihre Beteiligung an Belisce wegen Kursrückgängen um 16 Mio. Euro abwerten. Außerdem sollen künftige Gewinne von Belisce zur Schuldentilgung eingesetzt werden. 2009 erzielte das kroatische Unternehmen einen Umsatz von 924 Mio. Kuna und einen Nettogewinn nach Minderheitenanteilen von 2 Mio. Kuna.

Duropack betreibt Wellpappe-Fabriken in Mittel- und Osteuropa. Im Vorjahr verkaufte das Unternehmen 502 Mio. Quadratmeter Wellpappe und produzierte 167.000 Tonnen Papier. Mit rund 2.100 Mitarbeitern wurde ein Umsatz von 262,4 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Constantia Packaging Gruppe ist in den Segmenten Aluminium, Wellpappe und flexible Verpackung tätig und beschäftigt rund 7.800 Mitarbeiter in 19 Ländern in Europa, Asien und Amerika.


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Verfasst am 19.04.2010 um 10:28, Autor: APA
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