Deutsche Bank sieht Kurspotenzial bei Aktien
Attraktive Kurschancen bieten insbesondere die Aktienmärkte in den USA sowie Unternehmensanleihen

Im Rahmen eines exklusiven Pressegespräches des Private Wealth Management der Deutschen Bank in Wien wurden die Einschätzungen für das 2.Halbjahr 2010 präsentiert. Die Experten sehen die Weltwirtschaft in diesem und im kommenden Jahr weiterhin auf einem Wachstumspfad, wobei jedoch die unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten in den Industrieländern und in den Schwellenländern zunehmen werden. Die Volkswirtschaften in den Industrieländern erholen sich weiterhin, bleiben aber unter der globalen Durchschnittsrate. Vor allem einige Problemfälle im „alten Europa“ werden auch in den kommenden Monaten die Märkte beschäftigen.
„Beim weltweiten Wirtschaftswachstum wird eine Zwei-Klassengesellschaft immer deutlicher. Die Wachstumslokomotiven liegen ganz klar in Asien, wo inzwischen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. Vor allem die Emerging Markets haben die globale Konjunktur vor einer Depression bewahrt und sind inzwischen der wichtigste Treiber der Weltwirtschaft. Vor diesem Hintergrund starker regionaler Wachstumsdifferenzen gewinnt die Länderallokation wieder stärker an Bedeutung,“ unterstreicht Christian Nemeth, Chief Investment Officer Private Wealth Management Deutschen Bank Österreich AG.
Auf Basis der aktuellen Daten zu Arbeitslosigkeit, Kapazitätsauslastung und Geldmengenmultiplikatoren erwartet das Private Wealth Management der Deutschen Bank auf absehbare Zeit keine deutlich höheren Inflationsraten in den Industrieländern. Dafür ist der Rentenmarkt ein guter Indikator. Und hier ist das derzeit extrem niedrige Zinsumfeld ein zuverlässiges Barometer, dass keine Inflationsgefahr besteht. „Aufbauend auf den Inflationsprognosen gehen wir davon aus, dass die Leitzinsen noch längere Zeit niedrig bleiben werden. So dauerten auch die vergangenen großen Zinssenkungsphasen in der Regel mehr als 1.000 Tage“, erläutert Nemeth.
„Staatsanleihen werden zunehmend unattraktiv“, so Christian Nemeth. Die Flucht in Qualität hat die Realrenditen von Bundesanleihen mit einer Laufzeit von sechs Jahren in Deutschland ins Negative gedrückt. Am langen Ende dominieren hingegen die Risiken. Nach Ansicht von Nemeth sind Unternehmensanleihen attraktiver als Staatsanleihen. Bei Unternehmensanleihen gelte jedoch, das Hauptaugenmerk auf gute Bonität, überschaubare Laufzeiten und eine breite Streuung zu legen.
Aktien mit weiterem Kurspotenzial
Für das laufende Jahr sehen die Wealth Management Experten der Deutschen Bank vor allem weiteres Kurspotenzial bei Aktienanlagen. „Aktien haben derzeit das attraktivste Rendite-Risiko-Profil. Regional haben wir in unserer Asset Allocation einen Schwerpunkt auf Aktien aus den Emerging Markets gelegt“, so Christian Nemeth. Attraktive Kurschancen bieten insbesondere die Aktienmärkte in den USA. Bis ins Jahr 2011 hinein rechnen die Wealth Management Experten der Bank mit weiterem Kurspotenzial bei Aktien.
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