Ein Drittel weniger Wasser drückt Verbund-Stromerzeugung um 20 %
Sprecher: "Weder physikalisch-technisch noch wirtschaftlich besorgniserregend" - Größere Fallhöhe bei Kraftwerken kompensiert fehlende Wassermengen zum Teil
VERBUND AG
Wegen der Trockenheit in Österreich und der deshalb
deutlich geringeren Wasserführung in den Flüssen erzeugt die Verbund
AG derzeit deutlich weniger Strom als üblich. An der Donau bei
Greifenstein fließt aktuell ein Drittel weniger Wasser als sonst im
August üblich, das drückt die Stromproduktion um zirka 20 Prozent,
sagte Verbund-Sprecher Florian Seidl am Montag zur APA.
Die geringere Stromproduktion sei aber weder physikalisch-technisch noch wirtschaftlich besorgniserregend, so der Sprecher. Dass sich die spärlichere Wasserführung nicht 1:1 in Erzeugungsausfällen niederschlägt, sondern nur zu 70 bis 50 Prozent, liegt daran, dass sich in den Flüssen auch unterhalb der Kraftwerksanlagen weniger Wasser befindet und dadurch die hydraulisch nutzbare Fallhöhe steigt.Beim Donaukraftwerk Greifenstein in NÖ oberhalb von Wien lag das Wasserangebot zuletzt bei 1.300 Kubikmeter pro Sekunde, während es dort um diese Jahreszeit in der Regel 2.000 m3/Sekunde sind. Dieses Drittel weniger sei aber lediglich eine Momentaufnahme.
Bis Juli war die Wasserführung für den Verbund recht gut gewesen. Im ersten Halbjahr lag sie um 9 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Dies trug maßgeblich dazu bei, dass die Wasserkrafterzeugung des Verbund von Jänner bis Juni mit 14,9 Terawattstunden (TWh) um fast 27 Prozent höher war als im gleichen Vorjahreszeitraum. Insgesamt erzeugte der Konzern im Halbjahr 17,1 TWh selbst.
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