Euro wieder leicht unter Druck - am Nachmittag bei 1,2225 Dollar

Am vergangenen Donnerstag hatte der Euro noch unter der Marke von 1,22 Dollar notiert. Hinter dem Kurssprung der letzten Tage stehen die deutlichen Worte, mit denen EZB-Chef Mario Draghi Entschlossenheit im Kampf gegen die Krise demonstriert hat. "Die EZB wird im Rahmen ihres Mandats alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten", hatte Draghi bei einer Rede in London gesagt. "Und glauben Sie mir - es wird ausreichen." Die Märkte starteten unverzüglich eine Risikorally - sie setzen jedoch darauf, dass die Notenbank ihr Versprechen bei ihrer Sitzung am Donnerstag (2. August) auch einlöst.
"Die EZB muss unbedingt liefern, um den geschürten Erwartungen gerecht zu werden", heißt es im Ausblick der Analysten vom Bankhaus Metzler. Während die Spekulationen darüber, was die Währungshüter planen, nicht abreißen, ging es für den Euro zum Wochenauftakt zunächst wieder bergab. Sowohl das von der EU-Kommission erhobene Geschäftsklima als auch das Wirtschaftsvertrauen trübten sich im Juli deutlicher als erwartet ein. "Die Krisenländer ziehen langsam aber sicher die restlichen Staaten der Eurozone in die Krise", kommentierten die Experten der Dekabank.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,77985 (0,78295) britische Pfund, 95,78 (96,29) japanische Yen und 1,2010 (1,2010) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1617,75 (Freitag: 1618,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 41 670,00 (41 750,00) Euro. (Schluss) sp/nik
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