Europas Börsen schließen tiefer - Griechenland belastet Aktienkurse
Weiter gestiegene Risikoaufschläge des hochverschuldeten Landes belasten

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch mit etwas schwächerer Tendenz geschlossen. Belastend wurden die jüngsten Nachrichten aus Griechenland eingeordnet. Weiter gestiegene Risikoaufschläge für das hochverschuldete Land ließen die Renditen von griechischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren erstmals über die Marke von 8,0 Prozent klettern. Als Unterstützungsfaktoren werteten Experten hingegen die starken Quartalszahlen der US-Unternehmen Apple und Morgan Stanley.
Unter Verkaufsdruck zeigten sich mit den Sorgen um die Haushaltslage in Griechenland wieder einmal die Finanztitel. BNP Paribas verbilligten sich um 3,40 Prozent auf 53,98 Euro und Banco Santander sanken um 2,85 Prozent auf 10,23 Euro. ING verbuchten ein Minus von 2,60 Prozent auf 7,422 Euro und Societe Generale ermäßigten sich um 2,48 Prozent auf 44,285 Euro.Neben den positiven Nachrichten von Apple, welche im Technologiebereich beflügelten, kamen auch erfreulichen Neuigkeiten aus dem Autosektor. Europas größter Autokonzern Volkswagen hat im Auftaktquartal 2010 einen Gewinnsprung erzielt. Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 95 Prozent auf 473 Millionen Euro, der Umsatz um mehr als 19 Prozent auf 28,6 Milliarden Euro. VW-Papiere verabschiedeten sich mit plus 2,76 Prozent auf 75,63 aus dem Handel.
Peugeot-Aktien konnten im Frühgeschäft deutlich zulegen, schlossen jedoch 0,03 Prozent leichter bei 22,860 Euro. Der französische Autobauer hatte im ersten Quartal seinen Umsatz um mehr als ein Viertel steigern können und damit die Markterwartungen übertroffen. Der italienische Kontrahent Fiat hatte im ersten Quartal 2010 seine Verluste stark verringern und seinen Umsatz steigern können. Die Titel des italienischen Autokonzerns befestigten sich um 1,73 Prozent auf 10,60 Euro.
Beim niederländischen Bierbrauer Heineken war der rückläufige Umsatz eine Enttäuschung für die Analysten. Die Aktie drehte nach einem freundlichen Start ins Minus und verlor 0,99 Prozent auf 36,89 Euro.
Anteilsscheine von BHP Billiton büßten in London 2,84 Prozent auf 2.130,11 Pence ein. Der australisch-britische Rohstoffkonzern hatte zwar für das dritte Geschäftsquartal einen elfprozentigen Anstieg der Eisenerzförderung berichtet. Damit blieb er aber deutlich hinter der jüngsten Entwicklung beim Konkurrenten Rio Tinto zurück und enttäuschte so die Erwartungen einiger Börsianer.
Nach oben ging es vor allem für Technologiewerte, nachdem Apple am Vorabend nach Börsenschluss starke Zahlen präsentiert hatte. Zulieferer wie der Netzwerkausrüster Ericsson, der sich mit 1,64 Prozent auf 80,750 Schwedische Kronen an die Spitze des Stoxx-50-Index setzte., profitierten von den Zahlen.
Börse Index Schluss Diff (P) Diff (%) Wien ATX 2.744,82 - 6,57 -0,24 Frankfurt DAX 6.230,38 - 33,85 -0,54 London FT-SE-100 5.723,43 - 60,3 -1,04 Paris CAC-40 3.977,67 - 48,98 -1,22 Zürich SPI 6.036,84 - 19,20 -0,32 Mailand FTSE MIB 23.045,05 -182,33 -0,78 Madrid IBEX-35 11.064,70 -240,90 -2,13 Amsterdam AEX 353,66 - 1,20 -0,34 Brüssel BEL-20 2.660,86 - 20,21 -0,75 Stockholm SX Gesamt 330,58 - 4,02 -1,20 Europa Euro-Stoxx-50 2.947,64 - 36,27 -1,22
Empfehlen
Matrix Schnellsuche
| 2.491,200 EUR | -1,19% |
ANZEIGE







































