Europas Leitbörsen schließen mehrheitlich mit höherer Tendenz
Entscheidung zum Euro-Rettungsschirm ESM im Blick

Die Marktteilnehmer dürften sich mit Neuengagements zurückgehalten haben, hieß es aus dem Handel. Für etwas Auftrieb hatte im Verlauf die Mitteilung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gesorgt, wonach die Entscheidung zum Euro-Rettungsschirm ESM wie geplant am Mittwoch verkündet wird.
Konjunkturdaten aus der Eurozone waren am Dienstag ausgeblieben, so richtete sich der Blick in Richtung USA. Aktuellen Meldungen zufolge ist das Defizit in der US-Handelsbilanz im Juli geringer als erwartet ausgefallen. Im Verlauf drehte der Großteil der europäischen Indizes ins Plus. Insbesondere der freundliche Auftakt der US-Börsen dürfte unterstützend gewirkt haben.
Bankwerte verzeichneten im Verlauf eine Erholung und gingen mit kräftigen Kursaufschlägen aus dem Handel. Deutsche Bank kletterten mit einem Kursplus von 4,10 Prozent an die Spitze des Euro-Stoxx-50 und schlossen bei 33,15 Euro. Wie bekannt wurde, will die Deutsche Bank ihre jährlichen Kosten bis 2015 um 4,5 Milliarden Euro senken. BNP Paribas erhöhten sich um 2,21 Prozent auf 39,01 Euro und Intesa SanPaolo verbesserten sich um knapp ein Prozent auf 1,358 Euro. Die Analysten von Barclays hatten in ihrer jüngsten Studie die Aktie nach unten gestuft.
Credit Agricole erhöhten sich um 1,14 Prozent auf 5,568 Euro. Hier hatten die Analysten der Societe Generale das Kursziel angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aktie könnte von dem Verkauf der griechischen Problemtochter Emporiki profitieren, hieß es zur Begründung.
Nachdem der Modehersteller Burberry am Dienstag eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgegeben hatte, brachen die Papiere an der Londoner Börse um mehr als 20 Prozent auf 1.088 Pence ab. Der britische Edelschneider schürt die Angst, dass sich die Nachfrage nach Luxusmode- und Accessoires spürbar abkühlt. Die Titel des Branchenkollegen Adidas sanken um 0,53 Prozent auf 63,76 Euro. Hugo Boss rutschten um über acht Prozent auf 70,91 Euro ab.
Die Titel des französischen Pharmariesen Sanofi schlossen mit einem Plus von 2,56 Prozent auf 67,40 Euro. Ebenfalls sehr gut gesucht zeigten sich Nokia, die mit einem Aufschlag von 3,92 Prozent auf 2,172 Euro aus dem Handel gingen. Unter den Autowerten zeigten sich Peugeot mit einem leichten Abschlag von 0,11 Prozent auf 6,455 Euro. Der französische Autokonzern muss sich heftige Kritik von einem Sondergutachter der Regierung gefallen lassen. Die Führung des Unternehmens habe in den vergangenen Jahren erhebliche strategische Fehler gemacht, heißt es. Eine umfassende und schnelle Restrukturierung sei unumgänglich.
Börse Index Schluss Diff (P) Diff (%) Wien ATX 2.127,71 + 13,31 +0,63 Frankfurt DAX 7.310,11 + 96,41 +1,34 London FT-SE-100 5.792,19 - 1,00 -0,02 Paris CAC-40 3.537,30 + 31,25 +0,89 Zürich SPI 6.022,10 - 2,70 -0,04 Mailand FTSE MIB 16.226,66 + 134,60 +0,84 Madrid IBEX-35 7.930,40 + 72,70 +0,93 Amsterdam AEX 336,11 + 0,61 +0,18 Brüssel BEL-20 2.417,83 + 5,99 +0,25 Stockholm SX Gesamt 1.076,57 + 9,00 +0,84 Europa Euro-Stoxx-50 2.557,65 + 29,12 +1,15
(Schluss) spe/mik
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