Flughafen Wien - "Check-in 3" nun auch offiziell eröffnet
Mehr als eine halbe Million Passagiere seit Inbetriebnahme am 5. Juni - Kosten "weniger als 760 Mio. Euro"
Flughafen Wien AG
16 Tage nach der Inbetriebnahme ist der als
"Skylink" bekanntgewordene "Check-in 3" auf dem Flughafen Wien in
Schwechat am Donnerstag auch offiziell eröffnet worden. Seit 5. Juni
seien im neuen Terminal bereits "mehr als eine halbe Million
Passagiere abgefertigt" worden, betonte Vorstand Julian Jäger. Sein
Kollege Günther Ofner zeigte sich "sehr sicher", dass der Airport für
das Projekt "weniger als 760 Mio. Euro ausgeben" werde. Ausgegangen
sei man von 830 Mio. Euro.
Zufrieden zeigten sich am Donnerstag die Landeshauptleute Erwin Pröll (V) und Michael Häupl (S) als Eigentümervertreter. Er gehe davon aus, dass die Weichen auf dem Flughafen Wien nun "optimal gestellt sind", so Niederösterreichs Landeschef. Er habe daher "ein gutes Gefühl, was die weitere Entwicklung angeht". Den Verantwortlichen auf dem Airport wünschte Pröll "strategische Klugheit", unternehmerischen Geist und, dass "nach strengen kaufmännische Regeln gearbeitet" werde. "Negative Schlagzeilen brauchen wir nicht mehr."
Häupl sprach von einer dreifachen Bedeutung des Flughafens für die Stadt Wien: als Betrieb und Arbeitgeber, für die wirtschaftliche Entwicklung und für den Tourismus. Die Vergangenheit wolle er dort belassen, wo sie hingehöre - "bei den Historikern, allfällig bei den Rechtsanwälten".
Der Blick sei "ausschließlich in die Zukunft gerichtet", betonte Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Hameseder. Allerdings werde die Flughafen Wien AG Schadenswiedergutmachung für das Haus "mit aller Konsequenz verfolgen". 15 Mio. Euro an Schadenersatzzahlungen seien bereits "erkämpft" worden, fügte Ofner hinzu. Weil "Check-in 3" natürlich Kosten verursache, werde das Projekt kurzfristig das Ergebnis belasten.
Jäger bezeichnete "Kinderkrankheiten" in einem neuen Terminal als "normal". An der Behebung werde intensiv gearbeitet. Gleichzeitig kündigte der Vorstand an, dass der Flughafen auch in diesem Jahr wachsen werde. Er gehe von vier bis fünf Prozent aus, was 22 Mio. Passagiere zu Jahresende bedeuten werde. Wien sei "nicht mehr ein 'schnuckeliger' Flughafen, sondern ein mittelgroßer Hub".
Mit dem Blick in die Zukunft bezeichnete Jäger die dritte Piste als "wesentliches Projekt". Der Bescheid erster Instanz werde in den kommenden Monaten erwartet. Eine Entscheidung über einen Bau werde nicht vor 2015/16 fallen, eine Inbetriebnahme wäre 2020/21 möglich.
Empfehlen
Matrix Schnellsuche
| 46,625 EUR | -0,59% |
ANZEIGE










































