Frauenthal: Mit gefüllter Kriegskasse auf Expansionskurs
Bis zu 80 Mio. Euro stehen für Akquisitionen bereit
Frauenthal Holding AG

Die Frauenthal-Gruppe will durch weitere Zukäufe
binnen Jahresfrist in den verbliebenen beiden Bereichen wachsen oder
ein drittes Standbein erwerben. Man habe durch den Verkauf des
Katalysatorensparte 80 Mio. Euro an liquiden Mitteln, gesucht werden
primär Unternehmen mit einem Umsatz von 150 bis 200 Mio. Euro. Beim
Ausblick für das Gesamtjahr 2012 gab sich Vorstand Hans-Peter Moser
zurückhaltend, das Ergebnis von 2011 werde nicht erreicht, so seine
Prognose vor Journalisten. Trotz der hohen liquiden Mittel werde es
keine Sonderdividende geben, man bleibe bei der konstanten
Dividendenpolitik.
Falls wieder eine dritte Division dazukommen sollte, dann nur wenn die Chance besteht, mit dem Unternehmen Marktführer in einer Nische zu werden. Gesucht werden ergebnis- oder liquiditätsschwache Unternehmen, bevorzugt im deutschsprachige Raum. Weitere Details will der Vorstand zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt geben, möchte dieses Thema aber zügig vorantreiben.
Dass erst kürzlich mit dem Verkauf dor Katalysatorensparte das dritte Standbein verkauft wurde, liege daran, dass die Sparte zu klein war um eine wettbewerbsfähige Position einzunehmen. Andere Verkaufsgründe habe es nicht gegeben, betonte Moser. Zukäufe im Wachstumsmarkt China seien nicht angedacht, vielmehr wolle man sich im eigenen "Kulturkreis" umsehen.
Im Automobilsektor bekomme man die weltweite Krise zu spüren. "Die Exportmärkte in Südamerika leiden und in China schwächt er sich ab", so Moser. In Europa wiederum gäbe es ein klares Nord-Süd-Gefälle. Insgesamt erwartet Moser in diesem Bereich einen Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent.
Durch den Verkauf der Division Wabenkörper kam es auch zu einer personellen Rochade: Moser gibt mit 1. Juli seine Verantwortung für den Automobilsektor an Vorstandskollegen Martin Sailer ab. Moser bleibt weiter für SHT verantwortlich und übernimmt dort den Aufsichtsratsvorsitz. Zudem ist er für den neuen Bereich Business Development verantwortlich. Sailer bleibt weiterhin Finanzchef der in Wien börsenotierten Gruppe.
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