Freitag, 24.05.2013 - aktualisiert um 23:00 MEZ
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Es gibt eine grundsätzliche Einigung über den Verkauf der Aviso Zeta Bank, der "Bad Bank" der Constantia Privatbank, an die Immofinanz, schreibt das "Wirtschaftsblatt". Der börsenotierte Immobilienkonzern wird den fünf Banken (Bank Austria, RZB, Erste, Bawag und ÖVAG), die im Herbst 2008 die Privatbank übernehmen mussten, dafür etwa 500.000 Euro zahlen.

Aufhorchen lässt Immofinanzchef Eduard Zehetner mit der Aussage, dass der möglicherweise riskante Kauf, der als Zwischenschritt zu einem lang erwarteten Constantia-Generalvergleich gilt, erst später über die Bühne gehen könnte. Die Letztfassung des Vertrags sei noch in Arbeit. Ein Abschluss vor 30. April und damit im derzeit laufenden das Geschäftsjahr sei "sehr ambitioniert". Wahrscheinlicher sei, dass sich "das Thema noch bis in den Mai hinein ziehen wird". Aber auch der Mai sei "ein noch immer zufriedenstellendes Datum", so Zehetner im "WirtschaftsBlatt". Weil das Geschäftsjahr der Immofinanz bis 30.April dauert, gingen Beobachter bisher davon aus, dass der Vergleich bereits davor über die Bühne gehen wird.

Das mit 80 bis 100 Mio. Euro bezifferte Vermögen der Aviso Zeta Bank solle auf ein Treuhandkonto kommen, damit die Immofinanz das Geld nicht "aufsaugen" könne, bevor anstehende Klagen beglichen sind. Das Guthaben der Aviso Zeta Bank komme aus dem Verkauf des guten Teils der Constantia Privatbank, der "Semper Constantia Privatbank" um kolportierte 30 Mio. Euro, Einnahmen aus den Verkäufen der Hausverwaltung IMV und der Softwarefirma.

Mit der Übernahme der Aviso Zeta Bank durch die Immofinanz wird der Weg frei für einen Generalvergleich zwischen Immofinanz, Constantia Privatbank-Nachfolge sowie der Constantia Packaging. Die Immofinanz war personell und geschäftlich eng mit der früheren Constantia Privatbank verflochten. Zwischen Immofinanz und Aviso Zeta Bank gibt es weiter umfangreiche wechselseitige Forderungen.

Bis zum Sommer wollen die aktuellen Eigentümer der Aviso Zeta Bank noch einige Kredite abwickeln, damit das Institut ihre Bankkonzession endgültig zurücklegen kann, schreibt das "Wirtschaftsblatt". Die jetzigen Vorstände Helmut Urban und Friedrich Racher werden ihre Funktionen zurücklegen. Ein Manager der Semper Privatbank sowie ein Beteiligungsmanager der Bank Austria sollen ihnen nachfolgen.

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Verfasst am 15.04.2010 um 11:42, Autor: APA
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