Leitbörsen in Fernost schließen mit deutlichen Verlusten
Konjunktursorgen und Angst um Spaniens Banken belasten

Einbußen gab es auch an den Märkten in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.779,10 Zählern und einem Minus von 43,51 Punkten oder 1,54 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 109,7 Zähler oder 2,61 Prozent auf 4.098,80 Einheiten.
Getrübt wurde die Anlegerstimmung sowohl von den schwach ausgefallen US-Konjunkturdaten als auch den jüngsten Schritten zweier Ratingagenturen: Moody's stufte 16 spanische Finanzinstitute herab und Fitch schraubte die Bonität Griechenlands erneut nach unten.
Vor diesem Hintergrund gab es in Tokio bei einigen Finanzwerten deutliche Verluste. So sackten etwa Nomura um 5,63 Prozent auf 268,00 Yen ab und Mitsubishi UFJ Financial Group schlossen mit einem Verlust von 3,42 Prozent bei 339,00 Yen. Japanische Exportwerte wurden zudem vom starken Yen belastet, der angesichts der Unsicherheiten im Euroraum verstärkt als sicherer Hafen fungiert. Toyota (minus 3,66 Prozent auf 3.030,00 Yen) oder Sony (minus 5,25 Prozent auf 1.100,00 Yen) schlossen dementsprechend tiefer.
Negative Konjunktursignale kamen außerdem aus China, wo Autohändler zunehmend mit hohen Lagerbeständen unverkaufter Autos und einem entsprechenden Preisdruck zu kämpfen haben. Zudem kam es in mehreren chinesischen Städten zu beachtlichen Rückgängen der Immobilienpreise. Unter den Autowerten gaben beispielsweise BYD nach (minus 3,15 Prozent auf 15,38 Hongkong Dollar). Aktien von Immobilienentwicklern wie etwa New World Development (minus 3,57 Prozent auf 8,38 Hongkong Dollar) büßten ebenfalls ein.
In Sydney mussten vor allem Finanz- und Rohstoffwerte Federn lassen. So schlossen Rio Tinto mit einem Abschlag von 5,09 Prozent auf 55,20 australische Dollar, während sich Westpac Banking Corp. um 3,82 Prozent auf 20,41 australische Dollar verbilligten. (Schluss) teo
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