Leitbörsen in Fernost schwächer
Gute Wirtschaftsdaten lassen Hoffnung auf geldpolitische Lockerungen sinken

Nur knapp im Minus schloss die Börse in Tokio, wo der Leitindex Nikkei-225 mit einem kleinen Abschlag von 0,05 Prozent bei 8.925,04 Punkten aus dem Handel ging. Besonders große Verluste erlitten nach den Vale-Aussagen die Stahlwerte: Kobe Steel etwa sackten um 5,71 Prozent ab, JFE Holdings büßten gut vier Prozent ein und Nippon Steel verloren 2,40 Prozent. Vale ist der weltweit größte Lieferant für Eisenerz, dem wichtigsten Zulieferprodukt für die Stahlhersteller. Sharp-Titel brachen um 12,44 Prozent ein und waren damit das Schlusslicht im Nikkei. Begründet wurde dies mit negativen Aussagen des Managements zum Absatz von LCD-Fernsehern sowie einer pessimistischen Analystenstudie.
In China fiel der CSI 300 Index, der die Aktien der 300 größten Unternehmen vom Festland mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen enthält, um 1,08 Prozent auf 2.331,61 Punkte. In Hongkong büßte der Hang-Seng-Index 1,18 Prozent auf 20.052,29 Punkte ein. Titel von China Aerospace International Holdings sackten dort nach Zahlen um 5,26 Prozent ab. Die auf Kunststoffprodukte und LCD-Displays spezialisierte Tochter des Raumfahrtkonzerns China Aerospace enttäuschte mit einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr. Papiere des Autobauers Great Wall Motors rutschten aufgrund des Rückrufs in Australien verkaufter Fahrzeuge um 5,07 Prozent ab.
In Singapur sank der FTSE Straits Times Index um 0,83 Prozent auf 3.062,11 Punkte. In Seoul und Mumbai wurde am Mittwoch feiertagsbedingt nicht gehandelt. (Schluss) snu/cs
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