Mayr-Melnhof übertrifft Erwartungen - Druck auf Margen steigt
Umsatz stieg im ersten Quartal auf 495 Mio. Euro (+13 Prozent) - 35,4 Mio. Euro Überschuss (+27 Prozent) - Marktumfeld hat sich wieder normalisiert
Mayr-Melnhof Karton AG

Die börsennotierte Mayr-Melnhof-Guppe (MM) konnte im
ersten Quartal 2011 mit seinen Geschäftsergebnissen die Erwartungen
der Analysten übertreffen. Der Kartonhersteller meldet für die ersten
drei Monate einen Umsatzanstieg um 13 Prozent auf 494,7 (439,2) Mio.
Euro, ein um 24 Prozent auf 50,0 (40,2) Mio. Euro verbessertes
Betriebsergebnis (EBIT) und einen Quartalsüberschuss von 35,4 (27,8)
Mio. Euro, ein Plus von gut 27 Prozent. Analysten rechneten im
Schnitt mit Umsätzen von 479 Mio. Euro, einem EBIT von 46,2 Mio. Euro
und einem Überschuss von 32,8 Mio. Euro. Der Druck auf die Margen
werde ab dem zweiten Quartal deutlich zunehmen, rechnet der
Kartonhersteller.
Der deutliche Ergebniszuwachs wurde erwartet. "Das Marktumfeld hat sich aber nach dem außerordentlichen Aufschwung des Vorjahres wieder normalisiert", so der Kartonhersteller am Donnerstag in einer Ad-hoc-Mitteilung. Beide Segmente, MM Karton und MM Packaging, hätten sich weiterhin gut behauptet und verzeichneten in den ersten drei Monaten nahezu Vollauslastung. MM Karton habe die nach wie vor stark steigenden Inputkosten großteils kompensieren können, MM Packaging sei dies erst sukzessive im Quartalsverlauf gelungen. Die Operating Margin des Konzerns stieg auf 10,1 (9,2) Prozent.Die Nachfragedynamik im Hauptmarkt Europa habe sich nun weitgehend normalisiert und in einzelnen Ländern sogar verflacht. Die Tendenz bleibe aber insgesamt noch positiv, vor allem durch den Absatzmarkt Deutschland, auf dem sich die verbesserte Arbeitsmarktlage auch günstig auf den Privatkonsum auswirke, heißt es im Ausblick.
"In der Kartonerzeugung wie auch in der Kartonverarbeitung spüren wir aber einen zunehmenden Bestandsabbau in der über die letzten Monate stark aufgefüllten Supply-Chain", so das Unternehmen. "Vor diesem Hintergrund gestaltet sich die Weitergabe der weiterhin zum Teil stark steigenden Inputpreise, vor allem bei Fasern, Transport und Chemikalien, als große Herausforderung. Der Druck auf die Margen wird damit ab dem zweiten Quartal deutlich zunehmen." Den Expansionskurs will Mayr-Melnhof "mit besonderer Konzentration auf Wachstumsregionen" fortsetzen.
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