Mayr-Melnhof - Streit mit Gewerkschaft um Werks-Aus in England vorbei
Unternehmenssprecher: "Konsens nach postiven Gesprächen" - GPA-djp: "Akzeptabler Sozialplan für 161 Beschäftigte"
Mayr-Melnhof Karton AG

Der Streit um die Schließung der
Faltschachtelproduktion von Mayr-Melnhof Packaging in Liverpool durch
den börsennotierten steirischen Kartonhersteller Mayr Melnhof, bei
dem Gewerkschaften "Ungereimtheiten bei Abfertigungszahlungen" sahen,
ist beigelegt worden. "Wir haben nach positiven Gesprächen einen
Konsens erzielt", bestätigte ein Unternehmenssprecher auf
APA-Anfrage. Das nun vorliegende Sozialplanpaket für 161 Mitarbeiter
könne sich sehen lassen, meinte GPA-djp-Chef Wolfgang Katzian in
einer Aussendung.
"Mit dem nun vorliegenden Verhandlungsergebnis wurde eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden", so Katzian. Die Abfertigungszahlungen würden weit über das von der Gewerkschaftsseite "lange Zeit nicht akzeptierte 'Minimalangebot' des Konzerns" hinausgehen. Die Beschäftigten erhalten über die gesetzlich vorgesehenen Gehaltsfortzahlungen hinaus Abfertigungszahlungen, gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit bis zu einem Maximum von 80 Wochenlöhnen. "Individuelle Lösungen", bestätigte auch die Firma. Bei langer Beschäftigungsdauer gibt es eine Extraprämie. Alle während des Arbeitskampfes ausgesprochenen Entlassungen wurden wieder zurückgenommen.Mayr-Melnhof Packaging ist Europas größter Faltschachtelproduzent und als Verpackungs-Division Teil der Mayr-Melnhof-Gruppe. In der Gruppe waren zum Stichtag 31. Dezember rund 8.900 Mitarbeiter beschäftigt.
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