Dienstag, 21.05.2013 - aktualisiert um 23:36 MEZ
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Telekom Austria AG
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) sieht sich als Standortminister und Hüter des Außenwirtschaftsgesetzes von der Zukunft der ÖIAG betroffen. "Wir haben zu prüfen" ob beim Verkauf von Unternehmensanteilen über 25 Prozent strategische Interessen Österreichs berührt werden, erinnerte er an die Bestimmungen des Außenwirtschaftsgesetzes. Die Frage sei, "ob wir nicht Gefahr laufen, dass wir unsere Unternehmen zumindest teilweise ans Ausland abgeben, ohne dass wir das wollen", sagte er in der "ZiB24".

"Momentan" stehe die Abschaffung der ÖIAG ohnehin nicht zur Diskussion, aber "mittelfristig, und damit wahrscheinlich in einer neuen Regierungskonstellation" werde sich die Frage stellen, wie man weitergeht. "Wir glauben, dass Privatisierung richtig ist" und wenn dann keine Unternehmen mehr vorhanden seien, die wirklich gemanagt werden müssen, gerade im Produktionsbereich, stelle sich die Frage wozu man die ÖIAG brauche.

Dennoch lässt Mitterlehner auch über zwei andere Optionen für die Zukunft der ÖIAG mit sich reden: Sollte ihm jemand nachweisen können, dass es einen strategischen und finanziellen Mehrwert gibt, wenn man mehr Unternehmen - etwa die ÖBB - in die ÖIAG aufnimmt, "dann lasse ich mich gerne davon überzeugen, dass es sinnvoll ist". Die dritte Variante wäre weitermachen wie bisher wofür man aber nicht sehr viele Ressourcen brauche.

Unterdessen kritisierte Gabriela Moser, Telekommunikationssprecherin der Grünen, den Einstieg des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim bei der Telekom Austria. Sein Unternehmen America Movil könne dem österreichischen Marktführer nur Geld aber kein Know-how bieten oder Marktkonzepte bieten, kritisierte sie in einer Aussendung am Mittwoch. "Slim wird an der Telekom verdienen, ohne etwas Innovatives beizusteuern", die Situation der Telekom Austria könnte sich durch seinen Einstieg verschlimmern.

Slim plant, Anteile des Investors Ronny Pecik zu übernehmen. Damit würde er über sein Unternehmen America Movil 22,76 Prozent und über seine Familienholding Inmobiliaria Carso weitere 3,14 Prozent kontrollieren, in Summe 25,9 Prozent. Allerdings gehen Analysten und Politiker davon aus, dass er auf über 51 Prozent aufstocken will. "Bei einer Option eines 51 Prozent-Anteils von Slim verliert der 28,4 Prozent-Anteil der ÖIAG nicht nur an Bedeutung, sondern auch an Wert" schreibt dazu Moser. Slim habe mittels "politisch abgesicherter monopolartiger Konstruktionen ... seinen Einflussbereich in Mittel- und Lateinamerika ausgedehnt. Das fehlende KundInnen-Service von Telmex und seiner Mobiltochter Telcel sorgt in Mexico für massive Kritik".
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Verfasst am 20.06.2012 um 12:08, Autor: APA
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