Nach OGH - Anwalt findet Vorgehen der Meinl Bank unmenschlich
"Der tatsächliche Feind des Kapitalmarkts ist die Meinl Bank"
ATRIUM EUROPEAN REAL ESTATE LIMITED

Der Anwalt der beiden MEL-Anleger, die vorm Obersten Gerichtshof
(OGH) Recht bekommen haben und nun von der Meinl Bank mit Klagen
eingedeckt werden, findet das Vorgehen des Finanzinstituts "weit weg
von jeglicher Menschlichkeit", wie Michael Poduschka am
Freitagnachmittag auf APA-Anfrage sagte. Die Anleger hätten nichts
Falsches gemacht, außer den Werbeaussagen der Meinl Bank zu
vertrauen. Und nun, nachdem sie endlich ihr Geld zurückbekommen
hätten, müssten sie sich wieder vor Gericht herumschlagen.
Die Erfolgsaussichten für das Geldhaus schätzt der oberösterreichische Rechtsvertreter nicht allzu hoch ein: "Mich würde es sehr wundern, wenn dieser neue Weg, den die Institution Meinl Bank gegen private Anleger jetzt offensichtlich gehen möchte, zu einem für die Meinl Bank positiven Ergebnis führen würde."
Dem Argument der Meinl Bank, dass die OGH-Urteile kapitalmarktfeindlich seien, kann Poduschka nichts abgewinnen. "Der tatsächliche Feind des Kapitalmarkts ist die Meinl Bank", konterte er. Aufgrund der MEL-Werbung hätten sich erstmals 100.000 Österreicher getraut, "den sicheren Hafen des Sparbuchs zu verlassen" - und dann seien sie getäuscht worden. "Seitdem ist der Markt für den Verkauf von Fonds und Aktien für Normalbürger tot", so der Anwalt, der insgesamt rund 900 mutmaßliche MEL-Geschädigte vertritt.
Empfehlen
Matrix Schnellsuche
| 4,680 EUR | +0,00% |
ANZEIGE








































