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OMV AG
Der rumänische Staat dürfte von der rumänischen OMV-Tochter Petrom die im letzten Jahr geschlossene Raffinerie Arpechim bei Pitesti übernehmen. Die Gespräche zwischen dem Wirtschaftsministerium und dem Mineralölkonzern seien in der Endphase, teilte der Präfekt des Landeskreises Arges, Gheorghe Davidescu, laut der Nachrichtenagentur Agerpres am Montag mit. Die Präfekten sind die höchsten Verwaltungsbeamten auf lokaler Ebene, wo sie die Regierung vertreten. Davidescu zufolge soll die Raffinerie spätestens im April 2012 unter staatlicher Aufsicht wieder in Betrieb genommen und zusammen mit dem Chemiekombinat Oltchim privatisiert werden.

Der Aufsichtsrat der Petrom hatte im März 2011 entschieden, die Raffinerie Arpechim endgültig zu schließen, um die Effizienz im Konzern zu steigern. Wegen Gesprächen mit Politikern und Vertretern der Lokalbehörden wurde die Schließung um sechs Monate verschoben, um der Regierung zu ermöglichen, eine Lösung zu finden. Laut Petrom wird an der Schließung der Raffinerie festgehalten, gleichzeitig wird mit dem rumänischen Wirtschaftsministerium über einen möglichen Verkauf verhandelt, heißt es in einem aktuellen Statement.

Die Arpechim-Raffinerie hat zwar eine jährliche Kapazität von rund 3,5 Mio. Tonnen und damit knapp halb so viel wie die OMV-Raffinerie in Schwechat. Allerdings wurden vor der Stilllegung die 3,5 Mio. Tonnen schon länger nicht gefahren. Derzeit sind noch 600 Angestellte bei Arpechim tätig, 260 davon sollen binnen 60 Tagen gekündigt werden, berichtete Agerpres.
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Verfasst am 10.01.2012 um 13:02, Autor: APA
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