Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 18:14 MEZ
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Österreichische Post AG
Die Österreichische Post feilt weiter am Kundenservice. In allen Filialen sollen Selbstbedienungsfoyers die Wartezeiten deutlich verkürzen. Die bisherigen Maßnahmen wie die Postempfangsboxen hätten sich sehr gut bewährt und würden nun rasch flächendeckend ausgerollt. In die Filialen werden heuer - wie schon in den Jahren zuvor - rund zehn Mio. Euro investiert. "Wir sind beim Umbau des Filialnetzes nun in der Stabilisierungs- und Optimierungsphase", sagte Post-Vorstandsvorsitzender Georg Pölzl am Mittwoch vor Journalisten.

Sehr gut bewährt habe sich die Kuvertierung von Postwurfsendungen. Dies würde nicht nur die Kundenakzeptanz zeigen, sondern auch die erhebliche Effizienzsteigerung bei der Sortierung. Der Fokus liege weiterhin auf Automatisierung, Effizienzsteigerung und Strukturverbesserung. Insgesamt zeigte sich Pölzl mit der Geschäftsentwicklung am Hauptmarkt Österreich sehr zufrieden, aber auch das teilweise recht schwierige Auslandsgeschäft sei gut gelaufen. "Wir haben geringe Verbindlichkeiten und eine hohe Cash-Struktur", erklärte Pölzl.

Von dem guten Geschäft - das Betriebsergebnis (Ebit) stieg im 1. Quartal 2012 um 14 Prozent auf 55,7 Mio. Euro - profitieren auch die Aktionäre, die Post-Aktie sei "eines der besten Papiere weltweit". Zu den Überlegungen von ÖVP-Parteiobmann und Vizekanzler Michael Spindelegger, Staatsbesitz zu verkaufen, meinte Pölzl: "Eine weitere Privatisierung ist eine Eigentümerentscheidung." Die Post gehört noch zu 53 Prozent den Österreichern, die dafür jährlich eine satte Dividende erhalten. Zuletzt zahlte die Post AG 1,70 Euro je Aktie.

Über Zukäufe gab sich Pölzl zugeknöpft, Aussagen dazu würden nur den Preis für Kaufobjekte in die Höhe treiben. In Österreich rechnet er weiter mit internationalen Wettbewerb, zeigte sich aber selbstbewusst: "Wir haben eine letzte Meile zu unseren Kunden, die niemand kopieren kann." Künftig will Pölzl verstärkt im Systemlogistik-Geschäft punkten.

Gut laufen würden die Gespräche mit den Belegschaftsvertretern zur Zeiterfassung bei der Briefverteilung. Hier sei man sich einig, auf die modernste Technik zu setzen, eine Dauerüberwachung mit GPS, wie von den Vertretern der Fraktion Christlicher Gewerkschaft (FCG) befürchtet, werde es mit Sicherheit nicht geben, versprach Pölzl. In die Sortiertechnik werden dieses Jahr noch 80 bis 100 Mio. Euro investiert.
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Verfasst am 16.05.2012 um 10:54, Autor: APA
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