Freitag, 24.05.2013 - aktualisiert um 14:16 MEZ
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Österreichische Post AG
Die Österreichische Post hat 2011 sehr solide verdient und gibt dies an Aktionäre und Mitarbeiter weiter. Die Dividende des teilstaatlichen Konzerns steigt von 1,60 auf 1,70 Euro je Aktie, die Postler bekommen eine Ergebnisprämie von 725 Euro pro Person. Rund 800 Postler haben im Vorjahr das Unternehmen verlassen, auch heuer sollen es wieder in etwa so viele sein, erklärte Postchef Georg Pölzl am Donnerstag bei der Jahresbilanz-Pressekonferenz. Zum Bund - Stichwort "Postler zur Polizei" - sind 330 Beschäftigte gewechselt. Für heuer erwartet Pölzl einen stabilen bis leicht steigenden Umsatz, der Fokus liege weiter auf "Automatisierung, Effizienzsteigerung und Strukturverbesserung". Die EBITDA-Marge soll wieder bei zehn bis zwölf Prozent liegen.

Die Post AG konnte im Vorjahr das Betriebsergebnis (EBIT) um 7,3 Prozent auf 168,3 Mio. Euro steigern. Der Free Cashflow legte um 5,8 Prozent auf 162,5 Mio. Euro zu, der Umsatz (auf vergleichbarer Basis, wie die Post betont) ist um 4,2 Prozent auf 2,35 Mrd. Euro angestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Postkonzerns konnte 2011 um 7,9 Prozent auf 282,7 Mio. Euro verbessert werden. Die EBITDA-Marge betrug 12 Prozent. "Sie liegt somit - wie prognostiziert - am oberen Ende der langfristigen Zielbandbreite von 10-12 Prozent", freute sich Pölzl.

Zuwächse konnten sowohl in der Division Paket & Logistik (+5,6%) als auch in der Division Brief (+4,4%) erzielt werden. Rückläufig ist nach wie vor das Filialgeschäft. "In den vergangenen zwölf Monaten wurde die Anzahl der Post Partner von 1.117 auf 1.258 per Ende 2011 weiter erhöht. Diese Veränderung hatte ebenso Auswirkungen auf die Umsatz- und Kostenstruktur wie die neu gestaltete Partnerschaft mit BAWAG P.S.K., in deren Rahmen Umsätze aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft seit 1. Jänner 2011 einer neuen kostenbasierten Vergütungslogik unterliegen. Die Außenumsätze der Division reduzierten sich um drei Prozent auf 153 Millionen Euro", so Pölzl.

Gesunken ist aber auch der Personalaufwand (minus 28 Mio. Euro auf 1,02 Mrd. Euro). "Diese operativen Einsparungen ergaben sich durch die Ausnutzung der Fluktuation im Unternehmen - auf vergleichbarer Basis reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand im Jahresvergleich um 673 auf 23.369 Mitarbeiter", teile Pölzl mit. In Österreich werken 19.907 Postler.

Nicht nur die Zahl der Post-Bediensteten sank, auch die Beteiligungen wurden weniger. Die niederländische PostNL Parcels will die niederländischen und belgischen Unternehmungen der trans-o-flex-Gruppe abkaufen. Eine Kaufsumme wurde nicht genannt. trans-o-flex Niederlande und Belgien setzten im Vorjahr gemeinsam rund 50 Mio. Euro um und waren seit längerem Sorgenkinder von Pölzl. Gleichzeitig erwirbt die PostNL auch 7,2 Prozent am Eurodis Netzwerk für den europaweiten Versand im Business-to-Business-Bereich.

Pölzl kündigte heute ein "Feuerwerk an Innovationen" an. So präsentierte er die Post-Empfangsbox, in der der Postler im Haus Pakete hinterlegen kann, wenn er den Empfänger nicht antrifft. Der Gang mit dem Gelben Zettel zum Postamt entfällt damit. Die Boxen kosten zwischen 169 und 269 Euro und werden in drei Größen angeboten (nähere Infos unter www.post.at). Eingeschriebene Briefe können nicht hinterlegt werden.
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Verfasst am 15.03.2012 um 12:43, Autor: APA
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