Montag, 20.05.2013 - aktualisiert um 16:41 MEZ
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Österreichische Post AG
Die Österreichische Post und die Otto-Gruppe (Otto, Universal, Quelle) optimieren den ökologischen Fußabdruck bei der Katalog- und Paketzustellung. Das Versandhaus will weltweit den CO2-Ausstoß bis 2020 halbieren, in Österreich ist davon die Zustellung von 70 Millionen Katalogen und acht Millionen Paketen betroffen. Aber auch bei der IT-Infrastruktur - Stichwort Green IT - soll gespart werden. Ebenfalls ausgebaut wird der Nachhaltigkeitsbereich bei der Textilproduktion in Afrika.

Hier sei das deutsche Versandhaus aber ohnehin ein weltweiter Vorreiter. Bereits 1996 entwickelte das Familienunternehmen einen Verhaltenskodex für Lieferanten. Zuletzt hatte Otto Österreich ein Schulprojekt in Burkina Faso mitfinanziert. In Alphabetisierungskursen sollen 5.000 afrikanische Kleinbauern und ihre Familien eine Basisausbildung erhalten.

Otto-Österreich-Chef Harald Gutschi stellte klar, dass eine nachhaltige Geschäftspolitik den Verkauf von Billigstware ausschließt. "Eine Jeans um acht Euro oder eine Waschmaschine um 150 Euro wird man bei Otto nicht finden", betonte er mit Verweis auf die Arbeitsbedingungen, unter denen derartige Waren hergestellt werden.

Die Post AG, einer der größten Fuhrparkbetreiber des Landes, will künftig Photovoltaik und E-Mobilität verstärkt nutzen. 265 Elektrofahrzeuge hat das teilstaatliche börsenotierte Unternehmen bereits im Fuhrpark. Derzeit prüft die Post den Einsatz von Photovoltaik auf dem Verteilerzentrum Wien-Inzersdorf, der Bund würde dafür rund drei Millionen Euro an Förderung zur Verfügung stellen. Die von der Post AG propagierte CO2-neutrale Zustellung gilt aber nur für die Muttergesellschaft, die Pakettochter Feibra und die Auslandstöchter sind davon nicht betroffen.

Postchef Georg Pölzl, einst Vorstandsvorsitzender von T-Mobile Österreich, widersprach am Dienstag vor Journalisten der Behauptung der Mobilfunk- und Internetbetreiber, dass der Verzicht auf Papierrechnungen dem Umweltschutz diene. Dies sei eine "Grün-Lüge". Untersucheungen der Post hätten gezeigt, dass weit über 50 Prozent der Online-Rechnungen von den Konsumenten zu Hause ausgedruckt werden - deutlich weniger umweltfreundlich als das in Großdruckereien geschehen würde.

Die Otto-Gruppe ist in Österreich mit 17 Einzelgesellschaften und Marken vertreten. Sie ging hierzulande aus "Moden Müller" hervor, der erste Otto-Katalog erschien 1992. Das Unternehmen setzte zuletzt 360 Mio. Euro mit rund 850 Mitarbeitern an fünf österreichischen Standorten um. Der Gesamtkonzern weist einen Jahresumsatz von 12 Mrd. Euro weltweit aus. In Österreich ist die Otto-Gruppe nach Eigenangaben der drittgrößte Textilhändler, auch wenn das Textilgeschäft zuletzt nicht mehr so stark wuchs wie vergleichsweise der Technik- und Möbelbereich.
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Verfasst am 29.05.2012 um 13:04, Autor: APA
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