Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 08:27 MEZ
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Die börsenotierte Raiffeisen International (RI) will weitere Stellen in der Ukraine streichen. "In der Ukraine wird es zu einem weiteren Personalabbau kommen. Wir hatten vor, Personal über mehrere Jahre abzubauen, die Krise hat das jetzt beschleunigt", sagte Finanzchef Martin Grüll bei einer Investorenkonferenz in New York. Wie viele Stellen gestrichen werden sollen, ließ er offen. Seit September 2008 hat die RI bisher rund 11 Prozent der rund 18.300 Mitarbeiter abgebaut, hieß es aus der RI-Zentral in Wien auf APA-Anfrage.

Die Unsicherheiten in dem osteuropäischem Land, das als "Sorgenkind" der Gruppe gilt, blieben weiter hoch, sagte Grüll. Einen Zusammenbruch des Landes erwartet er aber nicht. Auch die Währung, der Hrywnja (Griwnja) sollte nicht weiter abwerten, so Grüll. In der Ukraine besitzt RI die Aval Bank, die zweitgrößte Bank des Landes.

Die Wirtschaftsleistung der Ukraine dürfte in diesem Jahr um 15 Prozent schrumpfen, der Hrywnja hat in einem Jahr 60 Prozent an Wert verloren. Der Internationale Währungsfonds (IWF), der mit Notkrediten die Ukraine bisher über Wasser gehalten hat, will nach den Wahlen im Jänner 2010 die Zusammenarbeit wieder aufnehmen.

Die RI ist nach Einschätzung Grülls kapitalmäßig gut ausgestattet, nachdem die Mutter RZB im Sommer 1,25 Mrd. Euro eingebracht hat. Mit einer Kernkapitalquote (Tier 1) von 8,7 Prozent fühle sich RI sehr wohl, sagte der Finanzchef. Es gebe auch derzeit kein Wachstum, das mit mehr Kapital unterlegt werden müsste.

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Verfasst am 21.04.2010 um 15:06, Autor: APA
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