Samstag, 25.05.2013 - aktualisiert um 13:53 MEZ
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Semperit AG Holding
Die in Wien börsenotierte Semperit AG Holding, Hersteller von Kunststoff-und Kautschukprodukten, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück und geht optimistisch in das heurige Jahr. Im Schnitt soll bis 2015 jährlich ein zweistelliges Umsatzwachstum erreicht werden. Im Sinne einer Expansionspolitik wird allerdings die Dividende gekürzt. Die Zentrale in Wien wurde aufgewertet, zugebaut wird aber weiterhin primär in Asien. Zukäufe würden immer geprüft, es gäbe hier aber keinen "Aktionismus". Großer Unsicherheitsfaktor ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, hier hat es - auf hohem Niveau - gleich zu Jahresbeginn 2012 ein kräftiges Plus gegeben, so Semperit-Chef Thomas Fahnemann am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz.

Die Semperit-Gruppe mit einem Produktionswerk im niederösterreichischen Wimpassing steigerte den Umsatz im Vorjahr um 18,9 Prozent auf 820 Mio. Euro, der Jahresüberschuss legte um 19,2 Prozent auf 54,1 Mio. Euro zu. Das Betriebsergebnis (Ebit) wuchs minimal auf 83,1 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie konnte Fahnemann von 2,21 auf 2,63 Euro anheben. Die Dividende soll von 1,25 auf 0,80 Euro je Aktie sinken. Der Semperit-Vorstandsvorsitzende begründet den Rückgang mit einem "starken Fokus auf Wachstum". Die "solide Kapitalstruktur" werde beibehalten, das Unternehmen sei de facto vollständig eigenfinanziert. Die Mitarbeiterzahl legte im Vorjahr um 12 Prozent auf 7.833 Beschäftigte zu. In Österreich werkten 702 Personen, davon rund zehn Leiharbeiter.

Das Geschäft in Südosteuropa, Deutschland, Frankreich und den USA laufe weiterhin sehr gut, in China merke man aber bereits die Konjunkturdelle. Gleichzeitig würden die Chinesen die Preise bei Handläufen von Rolltreppen drucken, einem wichtigen Markt vonSemperit. Jeder zweite Handlauf weltweit kommt vom Wiener Kunststoffhersteller. Auch in nahezu jedem zweiten Ski und Snowboard finden sich Gummibänder vonSemperit. Sehr zufriedenstellend laufe das Geschäft mit medizinischen Handschuhen, hier gäbe es in den Schwellenländern noch einen großen Nachrüstungsbedarf.

Sorgenfalten bereiten Fahnemann die Rohstoffpreise. So stieg der Preis für Naturkautschuk im Jahresdurchschnitt um 30 Prozent. Im Vorjahr wurden rund 500 Mio. Euro für den Materialeinsatz verwendet. Die Semperit Gruppe, die nichts mit der Reifenmarke Semperit der deutschen Continental zu tun hat, spürt hier die Konkurrenz durch Reifenhersteller, die ebenfalls Naturkautschuk brauchen. Allerdings seien die Auto-Neuzulassungen in China bereits rückläufig, gab Fahnemann vor Journalisten zu bedenken.
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Verfasst am 29.03.2012 um 12:20, Autor: APA
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