Samstag, 25.05.2013 - aktualisiert um 13:53 MEZ
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Der börsenotierte Kunststoff- und Kautschukhersteller Semperit musste nach neun Monaten einen Umsatzeinbruch von 10,0 Prozent auf 442,9 Mio. Euro hinnehmen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatzrückgang von 9,8 Prozent gerechnet. Das Konzernergebnis ging um 4,5 Prozent auf 30,0 Mio. Euro zurück und blieb damit über den Erwartungen. Analysten hatten beim Nettogewinn ein Minus von 12,5 Prozent vorausgesagt.

Das Ergebnis (EGT) verbesserte sich hingegen um 18,8 Prozent auf 54,9 Mio. Euro, teilte das Unternehmen heute, Freitag, ad hoc mit. Das Betriebsergebnis legte von 47,0 auf 52,8 Mio. Euro zu. Das weitere Jahr bleibt "schwierig", sparen ist angesagt. Zum 30. September beschäftigte Semperit 6.521 Mitarbeiter, um 8,3 weniger als ein Jahr zuvor (7.111).

Im dritten Quartal blieben Semperit (nach IFRS) unterm Strich 15,3 Mio. Euro nach 10,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Vorsteuerergebnis (EGT) verbesserte sich von 14,1 auf 19,9 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) von 13,8 auf 18,9 Mio. Euro. Grund dafür war vor allem der hohe Ergebnisbeitrag des thailändischen Joint Venture Siam Sempermed, durch den sich der Minderheitenanteil auf 12,1 Mio. Euro erhöhte, heißt es im Quartalsbericht. Die Umsätze gingen dagegen von Juli bis September deutlich von 165,7 Mio. auf 146,8 Mio. Euro zurück.

Hauptverantwortlich für das Neunmonatsplus beim EGT war das Resultat der Division Sempermed, die in den ersten drei Quartalen ihren Umsatz um 17,8 Prozent auf 203,8 Mio. Euro steigerte. Semperit profitierte hier vom Aufschwung bei Untersuchungshandschuhen und baute die Produktionskapazitäten in seinem thailändischen Werk aus. Weiters hat das Unternehmen mit der Errichtung einer neuen Fabrik in Surat Thani (Thailand) begonnen. Das Investitionsvolumen betrage rund 25 Mio. Euro.

Aufgrund der Krise sind die Umsätze in der Division Semperflex und Semperform in den ersten drei Quartalen um 39,9 Prozent auf 77,7 Mio. Euro bzw. um 16,8 Prozent auf 77,1 Mio. Euro eingebrochen. Das Vorsteuerergebnis ging bei Semperflex trotz Fixkostensenkung auf 2,5 (13,9) Mio. Euro zurück. Bei Semperform sank das Ergebnis vor Steuern auf 7,7 (12,9) Mio. Euro.

In der Division Sempertrans verringerte sich der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 13,2 Prozent auf 84,3 Mio. Euro. Angesichts der "schwierigen Rahmenbedingungen" sei diese Entwicklung aber zufriedenstellend, heißt es. Das Vorsteuerergebnis blieb mit 10,5 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (10,4 Mio.).

"Auch wenn es Semperit im dritten Quartal erneut gelang, das Ergebnis des Vorjahres zu übertreffen, bleibt die Einschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung nach wie vor schwierig", hieß es in der Mitteilung. Außer in der Division Sempermed rechnet das Unternehmen für heuer mit geringeren Umsätzen. Trotz der aktuellen Preisanstiege auf den Rohstoffmärkten erwartet man aber für das Gesamtjahr ein "zufriedenstellendes Ergebnis".

Künftig wird offenbar weiterhin der Rotstift gezückt. Semperit will neben einer "intensiveren Marktbearbeitung" auf "Programme zur Effizienzsteigerung und zur Reduktion des Materialverbrauchs" setzen. Weiters steht eine "vermehrte Mitarbeiterschulung" auf der Agenda.

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Verfasst am 06.04.2010 um 19:51, Autor: APA
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