Freitag, 24.05.2013 - aktualisiert um 19:05 MEZ
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Arbeiterkammerkammerchef Herbert Tumpel kritisiert die Ausschüttungspolitik der Firmen im Leitindex der Wiener Börse (ATX) als nicht nachhaltig. Im Schnitt werden heuer (für Gewinne im Jahr 2011) 45,3 Prozent des Gewinns ausgeschüttet, nach 41,5 Prozent im Vorjahr (und 55,2 Prozent im Jahr 2010), hat die AK erhoben, wobei sie für drei Firmen (voest, Strabag, Zumtobel) auf Analystenschätzungen zurückgreift. Tumpel fordert, dass ein höherer Anteil des Gewinns im Unternehmen behalten wird.

In absoluten Beträgen dürfte die Ausschüttung der 20 ATX-Unternehmen heuer voraussichtlich auf 2 Mrd. Euro (von 2,2 Mrd. Euro) fallen. Das liege vor allem daran, dass die Erste Bank nach Verlusten ihre Dividende gestrichen und die Telekom Austria ihre Dividende halbiert hat. Zieht man diese beiden Unternehmen ab, hätten die restlichen ATX-Firmen ihre Dividende im Schnitt um etwa 15 Prozent gesteigert, rechnet die AK vor.

Ein besonderer Dorn im Auge sind der Arbeiterkammer jene drei Firmen, die mehr ausschütten als sie Gewinn ausweisen. Die Telekom Austria zahlt trotz Verlusten 168 Mio. Euro Dividende. Wienerberger, wo es schon im Vorjahr trotz Verlust eine Ausschüttung gegeben hat, zahlt heuer mit 14 Mio. Euro 1,5 Mal so viel an die Aktionäre wie sie Gewinn gemacht hat. Die Conwert zahle 29 Mio. Euro, 1,2 Mal so viel wie der Gewinn betragen hat.

Die österreichische Post schüttet immerhin 93 Prozent des Gewinns an die Aktionäre aus, moniert die AK.

In absoluten Zahlen schüttet die OMV heuer mit 359 Mio. Euro das meiste aus, bei einem Anstieg von 10 Prozent. Unveränderte Dividenden gibt es bei RBI (205 Mio. Euro) und Verbund (191 Mio. Euro), gefolgt von der Telekom Austria (auf 168 Mio. Euro halbierte Dividende) und der Immofinanz (um die Hälfte gestiegen auf 155,4 Mio. Euro).
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Verfasst am 17.04.2012 um 13:17, Autor: APA
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