Dienstag, 21.05.2013 - aktualisiert um 18:12 MEZ
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UNIQA Versicherungen AG
Beim börsenotierten UNIQA-Versicherungskonzern, der sich nun von den Altaktionären 500 Mio. Euro Kapital holt, laufen die Vorbereitungen für die geplante Streubesitzerhöhung 2013/14 (Re-IPO). Im Herbst 2012 soll die neue börsenfreundliche Konzernstruktur umgesetzt werden, bei der im Wesentlichen die UNIQA Sachversicherung und die UNIQA Personenversicherung zur UNIQA Österreich fusioniert werden. Im Laufen sind auch Sparprogramm und Hotelverkäufe.

Beim Verkauf der Mannheimer Versicherung werde das Closing demnächst erwartet, sagte UNIQA-Chef Andreas Brandstetter heute, Dienstag, zur APA. Die Investmentbanken für das Re-IPO würden über den Sommer ausgewählt. Die Kapitalmaßnahmen zur Streubesitzerhöhung sollen je nach Börsenumfeld 2013 bzw. 2014 erfolgen. Oberstes Ziel bleibe aber 2013, so Brandstetter.
 
Bei den Hotelverkäufen seien in der zweiten Bieterrunde bis Ende Juni aus heutiger Sicht rund 20 Interessenten zu erwarten. Die Entscheidung soll im dritten Quartal fallen.
 
Brandstetter ist zuversichtlich, dass der Abbau von 200 Mitarbeitern in der Wiener Zentrale heuer erfolgen wird. Bisher seien bereits mehr als 90 Mitarbeiter ausgeschieden, mit weiteren rund 45 Personen gebe es diesbezügliche Verträge. Die UNIQA will bis 2015 insgesamt 600 Beschäftigte abbauen. Die Details über den Personalabbau außerhalb der Zentrale stehen noch nicht fest.
 
Das Engagement in den PIIGS-Ländern habe die UNIQA im zweiten Quartal weiter stark reduziert, nachdem das Exposure bereits im ersten Quartal mit Nominale 1,166 Mrd. Euro um 43 Prozent unter dem Wert von Jahresende 2011 lag. Das Engagement in Portugal und Griechenland sei mittlerweile auf null gestellt.
 
Die neue Konzernstruktur wurde heute vom Aufsichtsrat gebilligt, wie die UNIQA mitteilte. Mit der UNIQA Österreich, die ebenso wie die Raiffeisen Versicherung und die UNIQA International zu 100 Prozent im Eigentum der börsenotierten Holding (UNIQA Versicherungen AG) steht, entstehe eine schlagkräftige operative Einheit, so Brandstetter. Die Salzburger Landesversicherung wird eine 100-Prozent-Tochter der UNIQA Österreich. Der Austria Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Privatstiftung und die Collegialität Versicherung bringen ihre Anteile an der UNIQA Personenversicherung in die Holding ein und erhalten dafür neue Stimmrechtsaktien. Das Grundkapital der UNIQA steigt dadurch von 190.604.265 auf 214.247.900 Euro.
 
Verwenden will die UNIQA die Mittel aus der jetzigen Barkapitalerhöhung zur Stärkung der Kapitalbasis, für organisches Wachstum und auch den in der Vorwoche bekanntgegebenen Rückkauf der EBRD-Anteile bei den Versicherungsgesellschaften in Kroatien, Ungarn und Polen. Damit ist die so genannte Osteuropabank (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung/EBRD) in keiner UNIQA-Gesellschaft mehr vertreten.
 
Zum Thema mögliche Akquisitionen in Mittel- und Osteuropa (CEE) sagte Brandstetter, es gebe derzeit keine aktuellen Verhandlungen. Die Märkte seien aber in Bewegung. So könnten sich etwa ausländische Gesellschaften aus der Region zurückziehen oder auch lokale Gesellschaften zum Verkauf stehen.
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Verfasst am 26.06.2012 um 14:26, Autor: APA
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