UNIQA startete - Einmalerlagsrückgang drückte verrechnete Prämien
In Österreich auch weniger Leben-Prämie gegen laufende Zahlung - Combined Ratio nach Rückversicherung auf 97,2 % verbessert
UNIQA Versicherungen AG
Im CEE-Raum steigerte der UNIQA-Versicherungskonzern die laufenden
Prämieneinnahmen im 1. Quartal mit 11 Prozent auf 307 Mio. Euro
kräftiger als in der gesamten Gruppe mit 2,6 Prozent auf 1,614 Mrd.
Euro. Die gesamten verrechneten Prämien, ebenfalls inklusive
Sparanteile der Fonds- und Indexpolizzen - sanken dagegen um 5,4
Prozent auf 1,704 Mrd. Euro, vor allem wegen des Rückgangs der
Einmalerläge in Leben in allen Märkten, besonders in Österreich und
Italien, teilte die UNIQA am Freitag weiter mit.
Das sogenannte Annual Premium Equivalent (APE) wuchs im 1. Quartal um 1,7 Prozent auf 1,623 Mrd. Euro. In dieser Berechnung, bei der auch 10 Prozent der im Schnitt ein Jahrzehnt laufenden Einmalerläge mitberücksichtigt sind, glätten sich jährliche Schwankungen.
In Österreich schrumpften die verrechneten Prämien wegen des Einmalerlagsrückgangs um 2,2 Prozent auf 1,055 Mrd. Euro; bei den laufenden Prämien gab es einen Rückgang von 1,2 Prozent auf 1,041 Mrd. Euro. Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt (nach IFRS) gaben in Österreich im 1. Quartal um 1,2 Prozent auf 803 Mio. Euro nach.
In Schaden/Unfall legten in Österreich die Prämien um 1,5 Prozent auf 499 Mio. Euro zu, in der Krankenversicherung wuchsen sie um 2,8 Prozent auf 216 Mio. Euro. In der Lebensversicherung sank die verrechnete Prämie in Österreich wegen des Nachfragerückgangs um 9,8 Prozent auf 340 Mio. Euro; dabei sanken die Einnahmen gegen laufende Zahlung um 7,4 Prozent auf 326 Mio. Euro, und die Einmalerläge fielen stark um 42 Prozent auf 14,6 Mio. Euro zurück, Grund ist die Verlängerung der steuerbegünstigten Mindestbehaltefrist. Das Volumen der Fonds- und Index-Polizzen lag bei 112 (144) Mio. Euro.
In CEE sanken die verrechneten Prämien (samt Fonds- und Index-Sparanteilen) um 1,8 Prozent auf 324 Mio. Euro, Hauptgrund war der - laut UNIQA strategisch beabsichtigte - Rückgang der Einmalerläge in Polen.
Die Versicherungsleistungen des Konzerns im Eigenbehalt sanken aufgrund eines weiter guten Schadenverlaufs in Schaden/Unfall und verminderter Zahlungen in Leben um 5,3 Prozent auf 1,044 Mrd. Euro. Die Schaden- und Leistungsquote über alle Sparten erhöhte sich auf 74,8 (72,9) Prozent. Die Schadenquote nach Rückversicherung in S/U verbesserte sich im Jahresabstand leicht auf 66,5 (66,6) Prozent. Die Leistungsquote in der Krankensparte stieg auf 90,4 (89,2) Prozent.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (samt RV) sanken um 2,7 Prozent auf 353 Mio. Euro. Dabei stiegen die Aufwendungen für den Versicherungsabschluss (Vertriebskosten) um 4,2 Prozent auf 259 Mio. Euro, während die sonstigen Aufwendungen des Versicherungsbetriebs (Verwaltungskosten) um 17,7 Prozent auf 95 Mio. Euro sanken.
Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Prämieneinnahmen - verbesserte sich in Schaden/Unfall wegen eines besseren Schadenverlaufs: Sie sank nach Rückversicherung auf 100,7 (100,9) Prozent, nach Rückversicherung auf 97,2 (99,5) Prozent.
Die Kapitalanlagen (inkl. Fonds- und Indexpolizzen) erhöhten sich gegenüber Ende 2011 um 4,3 Prozent auf 25,661 Mrd. Euro. Die Netto-Erträge daraus wuchsen - wegen einer positiven Entwicklung auf den Kapitalmärkten - um 19,5 Prozent auf 209 Mio. Euro.
Mit einer Reduzierung des PIIGS-Exposure hat die UNIQA Group ihre Risikoposition deutlich verbessert, wie betont wird: Im 1. Quartal senkte sie ihr Portfolio von Staatspapieren dieser Länder gegenüber Ende 2011 um 43 Prozent auf einen Nominalwert von 1,166 (2,045) Mrd. Euro. Der größere Teil der verbliebenen Position bestehe aus Investments in Italien (634 Mio. Euro mit einem direkten Bezug zum italienischen Lebens-Geschäft der UNIQA.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der UNIQA Group erhöhte sich im 1. Quartal binnen Jahresfrist auf 15.153 (15.025). Davon waren 6.192 (5.840) im Außendienst tätig und 8.961 (9.185) in der Verwaltung.
Das Eigenkapital der UNIQA schrumpfte im Jahresabstand um 19,7 Prozent auf 1,044 Mrd. Euro, samt Anteilen anderer Gesellschafter betrug es insgesamt 1,285 Mrd. Euro, ein Minus von 17,0 Prozent.
Bis 2015 will die UNIQA ihr Ergebnis (EGT) gegenüber 2010 um bis zu 400 Millionen Euro verbessern, wurde am Freitag mit dem Quartalsbericht bekräftigt. Im vorvorigen Jahr (2010) hatte das EGT 141,8 Mio. Euro betragen, 2011 war es durch eine Reihe von Sonderbelastungen und außertourlichen Aufwendungen auf negative 326 Mio. Euro abgestürzt.
Bei dünnem Handel legten die UNIQA-Aktien an der Wiener Börse bis 9.45 Uhr um 0,04 Prozent auf 12,30 Euro zu, durchschnittlich waren zuletzt rund 142,166 Mio. Aktien im Umlauf. Der ATX stand zu dem Zeitpunkt bereits 0,5 Prozent im Plus.
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