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Die New Yorker Aktienbörsen sind am Mittwoch nach einer Kursrallye am Vortag einheitlich ins Minus gerutscht. Der Dow Jones Industrial Index fiel 77,42 Punkte oder 0,62 Prozent auf 12.496,38 Einheiten. Der S&P-500 Index verlor 9,30 Punkte (minus 0,70 Prozent) auf 1.314,88 Zähler. Der Nasdaq Composite Index schwächte sich auch ab, und zwar um 24,46 Einheiten oder 0,86 Prozent auf 2.818,61 Zähler.

Händler verwiesen bezüglich der eingetrübten Stimmung im Späthandel auf Gewinnmitnahmen nach den gestrigen Kursgewinnen. Zudem seien die enttäuschenden Konjunkturdaten sowie die angespannte Situation im Hinblick auf die bevorstehende Neuwahl in Griechenland und die Entscheidung der US-Notenbank Fed nächste Woche bezüglich neuer Liquiditätsmaßnahmen.

Im Fokus unter den Einzelwerten standen heute JPMorgan, die 1,57 Prozent auf 34,30 Dollar zulegten: So gab die US-Großbank bekannt, trotz Spekulationsverlusten in Milliardenhöhe solide Gewinne im laufenden Quartal zu erwarten. Davon gestärkt präsentierte sich der Chef des Geldinstituts, Jamie Dimon, heute vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Der charismatische Banker, der sich seine Arbeit 2011 mit 23 Mio. Dollar vergüten ließ, entschuldigte sich vor den Aufsehern für die horrenden Spekulationsverluste bei JPMorgan - verharmloste diese gleichzeitig jedoch als ein "isoliertes Ereignis".

Überflügelt wurden JPMorgan lediglich von Johnson & Johnson (J&J), die mit plus 2,17 Prozent auf 64,45 Dollar an der Indexspitze im Dow Jones landeten. Der Konzern kann nun endgültig den Medizintechnikhersteller Synthes komplett übernehmen. Die US-Aufsichtsbehörde gab grünes Licht für den Deal, der J&J voraussichtlich rund 19,7 Mrd. Dollar kosten wird und damit etwas weniger als zuvor veranschlagt. Trotzdem wird es die größte Übernahme in der Geschichte des Pharma- und Konsumgüterriesen. Synthes-Aktien werden heute in Zürich zum letzten Mal gehandelt.

Schlusslicht im Dow Jones waren hingegen die Aktien des Kreditkartenherstellers American Express (minus 2,44 Prozent), gefolgt von Home Depot (minus 2,43 Prozent) und Caterpillar (minus 2,02 Prozent).

Mit neuen Modellen und weiteren Einsparungen in Europa will die Opel-Mutter General Motors (GM) profitabler werden. Beim Umsatz sei GM 2011 weltweit die Nummer 5 gewesen, beim Gewinn reichte es nur für Rang 20, hieß es vom Konzern. Das Management werde alles dafür tun, GM profitabler zu machen. Den Rotstift setzt der Auto-Riese vor allem im verlustreichen Europageschäft um Opel an. Die Anleger zeigten sich alles andere als überzeugt und schickten GM mit minus 1,35 Prozent bei 21,87 Dollar aus dem Handel.

Dell zogen an der Technologiebörse Nasdaq um satte 2,55 Prozent auf 12,27 Dollar an, nachdem die Konzernspitze die erstmalige Ausschüttung einer Dividende ankündigte. (Forts.) emu
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Verfasst am 13.06.2012 um 22:22, Autor: APA


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