Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 22:51 MEZ
Sie befinden sich hier: DerBörsianer / News / Österreich »  
© Petrol Ofisi
Enttäuschende Signale von der Konjunkturdatenfront haben die US-Börsen die Handelswoche mit tiefroten Notierungen abschließen lassen. Der Dow Jones Industrial Index verringerte sich bis zum Handelsende am Freitag um 274,88 Punkte oder 2,22 Prozent auf 12.118,57 Einheiten.

Der S&P-500 Index büßte um 32,29 Punkte (minus 2,46 Prozent) auf 1.278,04 Zähler ein. Der Nasdaq Composite Index ging sogar um 79,86 Einheiten oder 2,82 Prozent auf 2.747,48 Zähler zurück.

Für die klaren Kursrückgänge zum Wochenschluss zeichneten schwache US-Arbeitsmarktdaten verantwortlich. Statt den prognostizierten 150.000 schuf die US-Wirtschaft im Mai lediglich 69.000 neue Jobs, ging aus dem großen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung hervor.

Hinzu kamen weltweit enttäuschend ausgefallene Einkaufsmanagerindizes. Sowohl in den USA selbst als auch in China und Teilen Europas blieben die Barometer hinter den Erwartungen zurück.

Unter diesem Eindruck würden die Rufe nach erneuten quantitativen Lockerungsmaßnahmen durch die US-Notenbank Fed wieder lauter werden, hieß es von Marktbeobachtern. Dass die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt gestiegen sei, zeige unter anderem der steigende Goldpreis. Das goldene Edelmetall gilt als Absicherung gegen Inflationsrisiken.

Entsprechend fest präsentierten sich am Berichtstag Goldwerte. Newmont Mining etwa zogen um 6,66 Prozent auf 50,30 Dollar an, Randgold Resources sprangen gar um 9,97 Prozent auf 87,26 Dollar in die Höhe.

Zykliker wie etwa Bankaktien sahen sich angesichts der eingetrübten Konjunkturaussichten indes klaren Verlusten gegenüber. Unter den im Dow Jones gelisteten Standardwerten schwächten sich Bank of America um 4,56 Prozent auf 7,01 Dollar ab und JPMorgan sackten um 3,68 Prozent auf 31,93 Dollar ein.

Das Papier des PC-Herstellers Hewlett-Packard (HP) gab - zusätzlich belastet von einem negativen Analystenkommentar - als schwächster Dow-Wert um 6,31 Prozent auf 21,25 Dollar nach. Die Experten von Jefferies haben ihre Kaufempfehlung "buy" in die Einstufung "hold" umgewandelt.

Die Aktie des HP-Branchenkollegen Dell beendete die Sitzung mit einem etwa marktkonformen Minus von 2,11 Prozent auf 12,07 Dollar. Gespräche über die von Dell anvisierte Quest-Software-Übernahme seien gescheitert, hieß es in übereinstimmenden Medienberichten unter Bezugnahme auf mit der Sache vertraute Personen.

Die Aktie des Börsenneulings Facebook machte mit minus 6,35 Prozent auf 27,72 Dollar den Erholungsversuch vom Vortag gänzlich zunichte. Das Papier des sozialen Online-Netzwerks war am 18. Mai zu einem Preis von 38,00 Dollar ausgegeben worden. (Forts.) ana
Empfehlen

Jetzt Ordern »

      
Verfasst am 01.06.2012 um 22:25, Autor: APA
zum Seitenanfang