VIG will mehr in Ost-Immobilien investieren
VIG-Chef Hagen: Russland kein Thema - Markteinbruch im Osten sei kein Problem: "Prag bleibt Prag"
VIENNA INSURANCE GROUP AG
Die börsenotierte Vienna Insurance Group (VIG) will
künftig stärker in Immobilien investieren. "Zentral- und Osteuropa
ist für uns dabei interessanter als Objekt in westlichen Ländern",
sagte der neue VIG-Chef Peter Hagen in einem Interview mit dem
"Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Dabei störe ihn der Markteinbruch
in Osteuropa überhaupt nicht, denn es komme vor allem auf attraktive
Lagen an. "Das Zentrum von Prag wird auch weiterhin das Zentrum von
Prag bleiben", so Hagen.
Das Wachstumspotenzial für Versicherungen sei in Osteuropa nach wie vor hoch, sagt Hagen. Eine Verdoppelung der Pro-Kopf-Ausgaben für Lebensversicherungen auf 20 Dollar würde ein zusätzliches Prämienvolumen von 500 Mio. Dollar bedeuten. "Das sind Beträge, von denen man im Westen nur träumen kann." Den Vertrieb in Osteuropa will Hagen über den Bankpartner Erste Group intensivieren.Eine Expansion nach Russland kommt für Hagen dennoch nicht in Frage. "Wir sind der Ansicht, dass wir dieses Geschäft schlicht nicht beherrschen." Russland sei auf Grund seiner Komplexität und von seiner Größe her kaum beherrschbar.
Für das Geschäft mit Lebensversicherungen seien die fallenden Zinsen derzeit in Österreich noch kein Problem, sagte der VIG-Chef. "Im Unterschied zu Deutschland liegt die Garantieverzinsung hier in Österreich etwa einen halben Prozentpunkt niedriger." In zehn bis fünfzehn Jahren würde die niedrige Verzinsung allerdings auch für die VIG "zu einem veritablen Thema".
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