Werbeausgaben, Südeuropa und Zeta-Verkauf schmälerten BWT-Gewinn
BTW investierte 2011 in Markenaufbau - In Österreich: 200 neue Mitarbeiter in den nächsten fünf Jahren
BWT AG

Der oberösterreichische Wasseraufbereiter Best Water
Technology (BWT) baut sowohl das Geschäftsmodell als auch den
Unternehmenssitz in Mondsee aus. Die dafür getätigten Investitionen
seien der Hauptgrund für den Gewinnrückgang im Geschäftsjahr 2011,
erklärte Vorstandsvorsitzender Andreas Weißenbacher Montagmittag in
der Bilanzpressekonferenz in Wien.
Das Konzernergebnis sei 2011 aber auch durch den Verkauf der Zeta-Gruppe negativ belastet worden. Im Frühjahr 2011 habe man sich von der Beteiligung an dem steirischen Pharmawasser-Unternehmen getrennt, da es nicht zum Kerngeschäft von BWT gepasst habe. Negativ entwickelt haben sich laut Weißenbacher auch die Märkte in Südeuropa. In Spanien sei die Zahl der Mitarbeiter beinahe halbiert worden.Die Rentabilität des börsennotierten Konzerns sei 2011 wegen der Investitionen zurückgegangen, der operative Gewinn EBIT habe sich um ein Drittel auf 21,7 Mio. Euro reduziert. "Wir wollen raus aus dem Keller, hinauf auf den Tisch", erklärte Weißenbacher, der BWT als Marke etablieren will. Zwischen 2011 und 2013 sollen insgesamt 75 Mio. Euro in Werbung investiert werden. BWT will sich stärker auf den Endverbraucher konzentrieren.
Kassenschlager sind aber weiterhin die Filteranlagen im Keller, die den Löwenanteil des Umsatzes ausmachen. Zusätzlich werde das Unternehmen aber den Geschäftsbereich "Point of Use" ausbauen. Das sind Wasseraufbereitungssysteme, die direkt an der Wasserentnahmestelle eingesetzt werden. Etwa Filter in Armaturen.
In Österreich sollen in den nächsten fünf Jahren 200 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Grund dafür ist ein Ausbau des Standortes Mondsee. Die neuen Produktionsflächen sollen 2013 in Betrieb gehen. Heuer will BWT rund 30 Mio. Euro in Österreich investieren. Derzeit beschäftigt BWT am Firmensitz in Mondsee 513 Mitarbeiter, inklusive der Niederlassungen in Graz, Braunau, Innsbruck und Wien sind es 609 Mitarbeiter. Weltweit arbeiteten 2011 2.689 Mitarbeiter fürBWT.
Für 2012 ist Weißenbacher "realistisch vorsichtig". Im Vergleich zu 2011 rechnet er mit einem wenig veränderten Nettoergebnis. Generell sieht er aber wieder Hoffnung für zweistellige Wachstumsraten.
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