Wiener Börse (Eröffnung) 2 - ATX startet fest bei 1.967,64
ATX erholt sich nach starken Vortagesverlusten - AMAG nach Zahlen moderat im Minus

Die Wiener Börse hat sich am Freitag im frühen Handel bei
schwachem Anfangsvolumen mit fester Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der
meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 1.967,64
Punkten nach 1.945,46 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein
Plus von 22,18 Punkten bzw. 1,14 Prozent.
Nach den starken Vortagesverlusten konnte sich der heimische Leitindex zum Wochenausklang wieder merklich erholen. Am gestrigen Donnerstag hatten die Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi im Anschluss an die Zinssitzung für deutlichen Abwärtsdruck auf die Aktienmärkte sowie auf den Euro-Dollar-Kurs gesorgt. Draghi hatte in seiner Rede keine sofortigen Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise angekündigt und damit die Hoffnungen der Anleger enttäuscht.Vor allem Finanzwerte waren am Donnerstag unter die Räder gekommen. Raiffeisen waren um fast viereinhalb Prozent ans Ende der Kursliste abgerutscht, Erste Group büßten bis Handelsschluss gute drei Prozent ein. Dagegen führten zum Wochenausklang Bankwerte die Liste der Kursgewinner an. Raiffeisen zogen um 23,2 Prozent auf 25,84 Euro an und Erste Group legten 1,94 Prozent auf 14,19 Euro zu.
Klar im Plus notierten zudem Andritz, die Papiere legten 1,73 Prozent auf 44,35 Euro zu. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Titel des Anlagenbauers von 48,10 Euro auf 51,50 Euro angehoben, das Anlagevotum "Accumulate" blieb unverändert.
Daneben rückten AMAG in den Blickpunkt, nachdem der Aluminiumkonzern seine Zahlen für das erste Halbjahr 2012 bekanntgegeben hatte. Mit 429,9 Mio. Euro blieb der Umsatz im Vorjahresvergleich stabil, das operative Ergebnis (EBIT) sank indessen um 20 Prozent auf 47,4 Mio. Euro. Im Frühhandel verloren AMAG 0,36 Prozent auf 18,12 Euro.
Am Nachmittag dürfte sich die Aufmerksamkeit vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht richten. Laut Experten hoffen Anleger auf deutlich bessere oder schlechtere Daten als vom Markt erwartet. Schwache Zahlen würden eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik begünstigen, während wesentlich bessere Zahlen signalisieren würden, dass die US-Wirtschaft in keiner zu schlechten Verfassung sei, hieß es vom Markt.
Der ATX Prime notierte bei 973,07 Zählern und damit um 0,98 Prozent oder 9,46 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 20 Titel mit höheren Kursen, zwölf mit tieferen und zwei unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 275.922 (Vortag:145.690) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 6,495 (3,83) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
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