Wiener Börse (Eröffnung) 2 - ATX startet schwach bei 2.009,35 Punkten
Griechenland-Sorgen belasten europaweit - Wiener Schwergewichte durchwegs im Minus - Erste Group verliert 3,1 Prozent

Die Wiener Börse hat sich am Montag im frühen Handel bei
durchschnittlichem Anfangsvolumen mit schwacher Tendenz gezeigt. Nach
Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit
2.009,35 Punkten nach 2.040,85 Einheiten am Freitag errechnet, das
ist ein Minus von 31,5 Punkten bzw. 1,54 Prozent.
Auch an den übrigen Börsen Europas herrschten im Eröffnungshandel kräftige Verluste vor. Belastend wirkte sich zum Wochenstart auch weiterhin die ungeklärte politische Situation in Griechenland aus.Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias setzt seine Gespräche mit den Parteichefs über die Bildung einer Regierung am Montag fort, nachdem die Unterredungen vom Wochenende weitgehend ergebnislos geblieben waren. Bis Donnerstag hat er Zeit, die Bildung einer Regierung zu initiieren. Andernfalls müssten spätestens am 17. Juni Neuwahlen stattfinden.
In Wien blieb die Meldungslage vorerst dünn. Die Berichtssaison im prime market findet erst am morgigen Dienstag ihre Fortsetzung. Quartalszahlen werden dann der Kunststoff- und Kautschukhersteller Semperit (plus 1,39 Prozent auf 31,69 Euro), der Feuerfestkonzern RHI (minus 0,42 Prozent auf 18,95 Euro) und der Kartonproduzent Mayr-Melnhof (unverändert bei 75,00 Euro) vorlegen.
Unter den Schwergewichten waren im Frühhandel durchwegs Verluste zu beobachten. Am deutlichsten gab die Erste-Group-Aktie nach, die sich mit minus 3,13 Prozent auf 15,94 Euro der europaweit schwachen Tendenz im Bankensektor anschloss. Das Papier des Anlagenbauers Andritz schwächte sich um 2,30 Prozent auf 38,27 Euro ab, jenes des Öl- und Gaskozerns OMV tendierte 1,25 Prozent tiefer bei 24,06 Euro und der Stahltitel voestalpine fiel 2,11 Prozent auf 22,22 Euro.
Größere Verluste sah auch der Versicherungswert Vienna Insurance Group (VIG), der sich um 1,80 Prozent auf 30,04 Euro reduzierte. Die Aktie wird allerdings ex Dividende mit einem Abschlag von 1,10 Euro gehandelt.
Mit minus 0,53 Prozent auf 2,63 Euro hielt sich die schwergewichtige Immofinanz-Aktie im Frühhandel merklich besser als der Gesamtmarkt. Die Papiere der Branchenkollegen conwert und Warimpex verbuchten ebenfalls moderate Verluste von je 0,22 Prozent auf 8,67 Euro bzw. 0,91 Euro, während s Immo mit minus 3,50 Prozent auf 4,17 Euro Schlusslicht im prime market waren.
Der ATX Prime notierte bei 1.001,45 Zählern und damit um 1,39 Prozent oder 14,07 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich fünf Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und einer unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 515.580 (Vortag: 504.874) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 15,127 (10,75) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
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