Dienstag, 21.05.2013 - aktualisiert um 23:36 MEZ
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Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit leichterer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.061,90 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 17,63 Punkten bzw. 0,85 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,04 Prozent, FTSE/London -1,93 Prozent und CAC-40/Paris -0,70 Prozent.

Die jüngsten Wahlergebnisse in Griechenland und Frankreich haben zum Wochenauftakt für Verunsicherung unter den Anlegern gesorgt und die europäischen Indizes zum Handelsstart tief in die Verlustzone gedrückt, hieß es. Auch der ATX startete sehr schwach in den Handelstag, konnte jedoch bis Mittag einen Teil seiner Kursverluste wieder wettmachen.

In Griechenland zeichnet sich eine komplizierte Regierungsbildung ab, nachdem die Verfechter des Sparprogramms die Mehrheit im Parlament verfehlt hatten. Daneben wurde in Frankreich wie zuvor erwartet der Sozialist Francois Hollande zum neuen Staatsoberhaupt gewählt. Beide Ereignisse ließen Marktteilnehmern zufolge Zweifel am weiteren Kurs Europas aufkommen.

Deutlich unter Druck waren in Wien vor allem Bankwerte. So sackten Erste Group um 2,87 Prozent auf 16,42 Euro ab und Raiffeisen verloren 2,12 Prozent auf 23,73 Euro. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge horten die europäischen Kreditinstitute immer mehr Geld bei den Zentralbanken. Die zehn größten Banken parkten Ende März fast 1,2 Bill. US-Dollar bei den Notenbanken weltweit. Dies deute daraufhin, dass nach den riesigen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Eiszeit an den Interbankenmärkten erneut anbricht, hieß es.

Weit unten auf der Kurstafel fanden sich zudem RHI, welche 3,03 Prozent auf 18,85 Euro abgaben. Allerdings ist hier zu beachten, dass die Titel des Feuerfestkonzerns ex-Dividende gehandelt wurden.

Unter den wenigen im Plus tendierenden Werten des Wiener prime market fanden sich am Montag Wienerberger (plus 0,16 Prozent auf 8,31 Euro) und Andritz (plus 0,08 Prozent auf 40,03 Euro). Nach den Quartalsergebnissen vom Freitag gab es für den steirischen Anlagenbauer zum Wochenauftakt einen sehr positiven Analystenkommentar von der Schweizer Großbank UBS.

Aufgrund guter Auftragseingänge und eines starken operativen Ergebnissen verdiene die Andritz im Sektor kleiner und mittlerer Industriebetriebe einen Preis für die besten Quartalszahlen, so die UBS-Experten. Die Analysten haben ihre Kaufempfehlung für die Titel bestätigt und das Kursziel von 43,0 auf 45,0 Euro angehoben.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX aktuell bei 2.078,82 Punkten, das Tagestief lag zu Handelsstart bei 2.036,29 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,89 Prozent tiefer bei 1.025,87 Punkten. Im prime market zeigten sich fünf Titel mit höheren Kursen, 31 mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.410.018 (Vortag: 1.107.817) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 38,383 (39,46) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 361.595 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 11,82 Mio. Euro entspricht.
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Verfasst am 07.05.2012 um 12:31, Autor: APA
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