Wiener Börse (Mittag) 2 - ATX rutscht 2,3 Prozent ins Minus
Schuldenkrise im Fokus - Tiefrotes Umfeld - Abschläge auf breiter Front

Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, zu Mittag bei gestiegenem
Volumen mit sehr schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um
12.00 Uhr mit 1.909,74 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 44,85
Punkten bzw. 2,29 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,62
Prozent, FTSE/London -1,72 Prozent und CAC-40/Paris -1,96 Prozent.
Der ATX weitete seine Abschläge im Verlauf des Vormittags noch recht deutlich aus. Einheitlich tiefrot präsentierte sich zu Wochenbeginn auch das europäische Börsenumfeld. Auch der Euro zeigte sich gegen den US-Dollar mit Abschlägen.Die verschärfte Lage am spanischen Anleihenmarkt und Spekulationen, dass Griechenland auf einen Staatsbankrott zusteuert drückten die Märkte zu Wochenbeginn klar ins Minus. Der öffentliche Schuldenstand ist sowohl in der Eurozone als auch in der EU-27 im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Gesamtjahr 2011 weiter angestiegen, wurde ferner bekannt.
Die Abschläge in Wien erfolgten auf sehr breiter Front. Die heimischen Bankwerte setzten ihre aktuelle Talfahrt fort. So lagen Erste Group-Papiere 3,07 Prozent im Minus bei 14,23 Euro. Raiffeisen verloren um 2,76 Prozent auf 23,83 Euro.
Immofinanz mussten einen Abschlag in Höhe von 3,74 Prozent auf 2,50 Euro hinnehmen. Unter den weiteren Indexschwergewichten gaben Andritz um 2,24 Prozent auf 41,43 Euro nach und voestalpine schwächten sich um 2,50 Prozent auf 20,10 Euro ab.
Bei den Versicherern büßten UNIQA 2,70 Prozent an Wert ein auf 10,10 Euro. Vienna Insurance Group sanken um 2,32 Prozent auf 30,33 Euro. Sehr schwach zeigten sich auch die Titel des Verbund (minus 4,01 Prozent) sowie von Schoeller-Bleckmann (minus 3,50 Prozent).
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 1.954,59 Punkten, das Tagestief lag kurz vor Mittag bei 1.907,49 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 2,13 Prozent tiefer bei 949,48 Punkten. Im prime market zeigten sich sechs Titel mit höheren Kursen, 29 mit tieferen und vier unverändert. Bei einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.148.812 (Vortag: 1.018.752) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 44,835 (28,04) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 462.216 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 13,31 Mio. Euro entspricht.
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