Montag, 20.05.2013 - aktualisiert um 14:10 MEZ
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Die Wiener Börse hat sich nach zwei deutlichen Verlusttagen in Folge am Mittwoch erneut mit schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr bei hohem Volumen mit 1.884,92 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 25,03 Punkten bzw. 1,31 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,98 Prozent, FTSE/London -1,03 Prozent und CAC-40/Paris -0,04 Prozent.

Nach einem sehr schwachen Frühhandel konnte der heimische Leitindex bis Mittag seine Kursverluste wieder etwas eindämmen. Auch das europäische Umfeld zeigte sich mit leicht aufgehellter Stimmung, nachdem die anhaltenden Sorgen um Griechenland die Aktienbörsen im Frühhandel noch deutlich unter Druck gesetzt hatten. Nach dem Scheitern der Regierungsbildung und der Ankündigung von Neuwahlen vom Vortag habe sich nun die Angst vor einem griechischen Zahlungsausfall oder gar einen Austritt des Landes aus der Eurozone wieder verstärkt, hieß es aus dem Handel.

Abschläge waren weiterhin in Finanzwerten zu beobachten. So fielen Erste Group um 1,70 Prozent auf 14,16 Euro, Raiffeisen sackten um 2,86 Prozent auf 22,77 Euro ab und Vienna Insurance Group büßten 3,05 Prozent auf 26,85 Euro ein. Daneben gaben auch OMV deutliche 2,37 Prozent auf 21,80 Euro ab.

Gegen den Trend stemmten sich hingegen Schoeller-Bleckmann (plus 1,52 Prozent auf 60,00 Euro) und Wienerberger (plus 1,73 Prozent auf 7,42 Euro), welche weit oben auf der Kursliste angesiedelt waren. Angeführt wurde selbige jedoch von Andritz, welche um klare 3,16 Prozent auf 39,20 Euro anzogen. Die Aktie wurde neu in den MSCI Austria Index aufgenommen, so die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB). Das Gewicht wurde bei 13,35 Prozent festgelegt, heißt es in einem täglichen Kommentar der RCB.

Daneben läuft in Wien die Berichtssaison weiter. Nach Bilanzvorlage fielen die Papiere der Post um 0,69 Prozent auf 25,85 Euro. In den ersten drei Monaten konnte das teilstaatliche Unternehmen den Umsatz um sechs Prozent auf 605,7 Mio. Euro steigern, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 7 Prozent auf 75,8 Mio. Euro zu. Ein Wiener Händler bewertete die Zahlen positiv.

Dagegen fielen die Ergebnisse bei Rosenbauer erwartungsgemäß schwach aus, so Marktteilnehmer. Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster hat im ersten Quartal 2012 Gewinnrückgänge hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis (EBIT) sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 46 Prozent von 6,9 auf 3,7 Mio. Euro. Die Anteilsscheine fielen bis Mittag um 0,94 Prozent auf 42,10 Euro.

Im Anschluss an die gestrige Zahlenvorlage haben die Analysten der Erste Group ihr Kursziel für die Titel der Mayr-Melnhof von 87,0 Euro auf 83,5 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung "accumulate" blieb indessen unverändert. Bis Mittag verloren die Papiere 0,87 Prozent auf 71,89 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 1.909,78 Punkten, das Tagestief lag knapp gegen 9.45 Uhr bei 1.860,80 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,23 Prozent tiefer bei 944,34 Punkten. Im prime market zeigten sich acht Titel mit höheren Kursen, 29 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 4.709.458 (Vortag: 2.269.586) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 96,561 (60,10) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 754.219 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 21,27 Mio. Euro entspricht.
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Verfasst am 16.05.2012 um 12:42, Autor: APA
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