Mittwoch, 22.05.2013 - aktualisiert um 17:41 MEZ
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Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 1,91 Punkte oder 0,08 Prozent auf 2.333,46 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 14 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.347 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,00 Prozent, DAX/Frankfurt +0,49 Prozent, FTSE/London +0,70 Prozent und CAC-40/Paris +0,48 Prozent.

Nach einem starken Handelsauftakt hat der Leitindex ATX im Verlauf seine Gewinne komplett abgegeben und ist zeitweise sogar minimal ins Minus gerutscht. Nach einem über weite Strecken impuls- und nachrichtenarmen Handel rettete die Wiener Börse ein kleines Plus ins Wochenende und konnte den vierten Tag in Folge im grünen Bereich schließen. Auf Wochensicht legte der Index mehr als vier Prozent zu.

Der Leitindex verdankt sein marginales Plus allerdings einzig den gut nachgefragten Anteilen der Erste Group, die um 1,10 Prozent auf 28,60 Euro stiegen. Außerdem konnten Gewinne bei den Ziegelpapieren von Wienerberger (plus 1,88 Prozent auf 10,27 Euro) zusätzlich stützen.

In einem ansonsten starken Branchenumfeld für Stahlwerte ließen voestalpine um 0,43 Prozent auf 23,00 Euro nach. Die Wertpapierexperten von Morgan Stanley haben eine Sektoranalyse zu den europäischen Stahlwerten veröffentlicht. Die Einflussfaktoren auf die Stahlpreise in Europa und den USA seien weiter negativ, dies sei jedoch schon in den aktuellen Kursen der Branche eingepreist.

Die Wertpapieranalysten von CA Cheuvreux haben das Kursziel für die Titel des Internetwettanbieters bwin von 39,0 auf 31,0 Euro gesenkt und die Verkaufsempfehlung "underperform" bestätigt. Die Aktien verabschiedeten sich mit einem kräftigen Abschlag von 4,83 Prozent bei 33,68 Euro ins Wochenende.

Die Vienna Insurance Group (VIG) sieht sich trotz jüngster Belastungen durch Unwetter und Hochwasser auf Wachstumskurs und will durch Zukäufe ihre Expansion vorantreiben. Der Versicherer ist zuversichtlich, das für 2010 angestrebte Wachstum beim Vorsteuergewinn von mindestens 10 Prozent auf jeden Fall erreichen zu können. Die Aktien schlossen mit einem Minus von 0,11 Prozent bei 34,80 Euro.

Die schwächsten Werte im prime market waren die Aktien des IT-Dienstleisters S&T, die um 6,86 Prozent auf 9,50 Euro abrutschten. Laut dem Magazin "Format" erwägt Gründer und Großaktionär Thomas Streimelweger seinen 28-prozentigen Anteil abzugeben. Laut dem Bericht haben drei Banken, bei denen Streimelweger mit rund 15 Mio. Euro verschuldet ist, Zugriffsrechte auf sein Aktienpaket und sind nervös, weil die Papiere stark an Wert verloren haben.
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Verfasst am 09.07.2010 um 17:57, Autor: APA
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