Wiener Börse (Schluss) 3 - ATX zum Wochenauftakt erneut mit Verlusten
Erste Group belastet mit minus 4,3 Prozent - Händler: Ereignisloses Geschäft und dünne Umsätze

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen
mit klaren Verlusten beendet. Der ATX fiel bis zur Schlussglocke um
29,34 Punkte oder 1,54 Prozent auf 1.880,77 Einheiten. Zum Vergleich
die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,34
Prozent, DAX/Frankfurt -2,08 Prozent, FTSE/London -1,14 Prozent und
CAC-40/Paris -2,24 Prozent.
Belastet von der weiter schwelenden Euro-Schuldenkrise zeigte sich auch das europäische Umfeld mit tiefroten Notierungen. Laut Marktbeobachtern hätten die Investoren ihre Erwartungshaltung an den am Donnerstag startenden Euro-Gipfel zunehmend reduziert.Ein Aktienhändler in Wien sprach von einem wenig ereignisreichen Geschäft und dünnen Umsätzen. Ihm zufolge zeichnete vor allem der kräftige Verlust der schwergewichtigen Erste-Group-Aktie (minus 4,31 Prozent auf 13,44 Euro) für das deutliche Minus in Wien verantwortlich. Bankwerte standen in ganz Europa ganz oben auf den Verkaufslisten der Anleger.
Unter den übrigen Schwergewichten gaben Andritz um weitere 1,48 Prozent auf 38,20 Euro nach. Dafür dürften Gewinnmitnahmen verantwortlich sein, meinte der Händler. Ende Mai war die Aktie des Anlagenbauers auf ein Allzeithoch bei 42,76 Euro geklettert, gerade in der vergangenen Handelswoche hatte sie aber merklich an Terrain eingebüßt.
Agrana schlossen mit einem Abschlag von 0,53 Prozent auf 84,99 Euro, nachdem der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern überraschend Eckdaten zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 veröffentlicht hatte. Demnach stiegen Konzernumsatz und operatives Ergebnis auf rund 775 (Vorjahr: 613) Mio. Euro respektive 70,9 (61,6) Mio. Euro. Details folgen plangemäß am 12. Juli 2012, teilte das Unternehmen ad-hoc mit.
Nach schwächerem Verlauf drehten voestalpine im Schlusshandel in die Gewinnzone und schlossen dort mit plus 0,28 Prozent auf 21,78 Euro. Der Stahlkonzern hat vergangenen Freitag ein zwölfmonatiges Anleiheprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro auf Schiene gebracht, wurde am Berichtstag bekannt. Die Metallwerte AMAG und RHI verringerten sich indes um 3,33 Prozent auf 17,54 Euro bzw. 0,67 Prozent auf 17,80 Euro.
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