Wiener Börse (Schluss) 3 - Schuldenkrise weiter dominierendes Thema
OMV, Immofinanz gesucht - Banken, Telekom schwach - AT&S nach Zahlen unter Druck

Die Wiener Börse hat am Dienstag bei schwachem Volumen leicht im
Minus geschlossen. Der ATX fiel 5,08 Punkte oder 0,27 Prozent auf
1.893,41 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des
Leitindex rund sieben Punkte unter der heutigen Händlerprognose im
APA-Konsensus von 1.900 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten
Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,70 Prozent,
DAX/Frankfurt -0,24 Prozent, FTSE/London -0,40 Prozent und
CAC-40/Paris -0,51 Prozent.
Nach dem deutlichen Kursrutsch von Wochenbeginn ging es am Dienstag nur leicht nach unten. Händler berichteten von einem richtungslosen Geschäft. Die Schuldenkrise sorgte aber weiter für große Unsicherheit am Markt. Verfolgt wird derzeit vor allem die zugespitzte Situation in Spanien und die neuen Diskussionen über ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro.Die ATX-Schwergewichte entwickelten sich am Dienstag unterschiedlich. Gesucht waren vor allem Immofinanz und schlossen 1,72 Prozent höher bei 2,48 Euro. OMV stiegen bei guter Nachfrage um 1,67 Prozent auf 23,69 Euro. Unter Druck kamen hingegen die Bankwerte. Erste Group büßten 2,19 Prozent auf 13,86 Euro ein. Raiffeisen verloren 3,45 Prozent auf 23,66 Euro.
Größere Abgaben gab es auch in Telekom Austria. Die Aktie fiel trotz einer Analystenempfehlung um 1,23 Prozent auf 6,65 Euro. Die Berenberg Bank hat ihre Empfehlung für die Telekom-Aktie von "Sell" auf "Hold" erhöht, das Kursziel aber gleichzeitig von 7,60 auf 7,20 Euro gesenkt
AT&S büßten nach Vorlage von Zahlen 7,35 Prozent auf 6,95 Euro ein und waren damit der größte Verlierer im prime market. Der Leiterplattenhersteller hatte in der Früh ein höheres operatives Ergebnis, aber auch einen geschrumpften Konzerngewinn im ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2012/13 gemeldet.
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